1. All Morgen ist ganz frisch und neu des Herren Gnad und große Treu; sie hat kein End den langen Tag, drauf jeder sich verlassen mag.
2. Treib aus, o Licht, all Finsternis, behüt uns, Herr, vor Ärgernis, vor Blindheit und vor aller Schand, und reich uns Tag und Nacht Dein Hand.
3. Zu wandeln als am lichten Tag, damit, was immer sich zutrag, wir stehn im Glauben bis ans End und bleiben von Dir ungetrennt.
1. Die güldene Sonne bringt Leben und Wonne, die Finsternis weicht. Der Morgen sich zeiget, die Röte aufsteiget, der Monde verbleicht. R
2. Nun wollen wir loben den Höchsten dort oben, daß Er uns die Nacht hat wollen behüten vor Schrecken und Wüten der höllischen Macht.
3. Kommt, lasset uns singen, die Stimmen erschwingen, zu danken dem Herrn! Ei, bittet und flehet, daß Er uns beistehet und weiche nicht fern.
4. Es sei ihm gegeben mein Leben und Schweben, mein Gehen und Stehn. Er gebe mir Gaben zu meinem Vorhaben, laß richtig mich gehn.
1. Die helle Sonn leucht’ jetzt herfür, fröhlich vom Schlaf aufstehen wir; Gott lob, der uns heut diese Nacht behüt’ hat vor des Teufels Macht.
2. Herr Christ, den Tag uns auch behüt vor Sünd und Schand durch Deine Güt. Laß Deine lieben Engelein unsre Hüter und Wächter sein.
3. Daß unser Herz in Ghorsam leb, Deim Wort und Willn nicht widerstreb, daß wir Dich stets vor Augen han in allem, das wir heben an.
4. Laß unser Werk geraten wohl, was ein jeder ausrichten soll, daß unsre Arbeit, Müh und Fleiß gereich zu Deim Lob, Ehr und Preis.
1. Die Nacht verrinnt, der Morgen graut, den Stab zur Hand, Gesell’! :,: Frisch auf, Kamerad, die Sonne schaut schon in das Land so hell. :,:
2. Es tragen Wald ‚und Fluren ihr schönstes Ehrenkeid. :,: Seht überall die Spuren von Gottes Herrlichkeit! :,:
3. UndindenHerzen klinget ein feiner heller Ton, :,:ein jeder dem Herrn lobsinget und Christus, seinem Sohn. :,:
1. Er weckt mich alle Morgen, Er weckt mir selbst das Ohr. Gott hält sich nicht verborgen, führt mir den Tag empor, daß ich mit Seinem Worte begrüß‘ das neue Licht. Schon an der Dämmrung Pforte ist Er mir nah und spricht.
2. Er will, -daß ich mich füge. Ich gehe nicht zurück, Hab nur in Ihm Genüge, in Seinem Wort mein Glück. Ich werde nicht zuschanden, wenn ich nur ihn vernehm. Gott löst mich aus den Banden! Gott macht mich Ihm genehm!
3. Er will mich früh umhüllen mit Seinem Wort und Licht, verheißen und erfüllen, damit mir nichts gebricht; will vollen Lohn mir zahlen, fragt nicht, ob ich versag! Sein Wort will helle strahlen, wie dunkel auch der Tag!
1. Es tagt, der Sonne Morgenstrahl weckt alle Kreatur. Der Vögel froher Frühchoral begrüßt des Lichtes Spur. Es singt und jubelt überal!, erwacht sind Wald und Flur.
2. Wem nicht geschenkt ein Stimmelein, zu singen froh und frei, mischt doch darum sein Lob darein mit Gaben mancherlei und stimmt auf seine Art mit ein, wie schön ‘der Morgen sei.
3. Zuletzt erschwingt sich flammengleich, mit Stimmen laut und leis, aus Wald und Feld, aus Bach und Teich, aus aller Schöpfung Kreis ein Morgenchor, an Freude reich, zu Gottes Lob und Preis.
1. Im Frühtau zu Berge wir ziehn, fallera, grün schimmern wie Smaragden alle Höhn, fallera. :,: Wir wandern ohne Sorgen singend in den Morgen, noch ehe im Tale die Hähne krähn. :,:
2. Ihr alten und sehr klugen Leut, fallera, ihr denkt wohl, wir wären nicht gescheit, fallera? :,: Wer wollte aber singen, wenn wir schon Grillen fingen in dieser herrlichen Frühlingszeit. :,:
3. Werft ab alle Sorgen und Qual, fallera, kommt mit uns auf die Höhen aus dem Tal, fallera! :,: Wir sind hinausgegangen, den Sonnenschein zu fangen, kommt mit und versucht es doch auch einmall :,: Nachdichtung:
1. Jeden Morgen geht die Sonne auf in der Wälder wundersamer Runde. Und die schöne, scheue Schöpferstunde, jeden Morgen nimmt sie ihren Lauf.
2. Jeden Morgen aus dem Wiesengrund heben weiße Schleier sich ins Licht, uns der Sonne Morgenglanz zu künden, ehe sie das Wolkentor durchbricht.
3. Jeden Morgen in des Waldes Hall’n hebt der Hirsch sein mächtiges Geweih, der Pirol und dann die Vöglein alle stimmen an die große Melodei.
4. Wie Strophe 1
1. Lobet den Herren, alle die ihn ehren, laßt uns mit Freuden Seinem Namen singen und Preis und Dank zu Seinem Altar bringen: Lobet den Herren!
2. Der unser Leben, das Er uns gegeben, in dieser Nacht so väterlich bedecket und aus dem Schlaf uns fröhlich auferwekket: Lobet den Herren!
3. Gib, daß wir heute, Herr, durch Dein Geleite auf unsern Wegen unverhindert gehen und überall in Deiner Gnade stehen: Lobet den Herren!
1. Morgenglanz der Ewigkeit, Licht vom unerschöpften Lichte, schick uns diese Morgenzeit Deine Strahlen zu Gesichte und vertreib durch Deine Macht unsre Nacht.
2. Gib, daß Deiner Liebe Glut unsre kalten Werke töte, und erweck uns Herz und Mut bei erstandner Morgenröte, daß wir, eh wir gar vergehn, recht aufstehn.
1. Nun laßt uns froh beginnen den neuen, jungen Tag, und nicht darüber sinnen, was heut noch-kommen mag! Wir .bringen unsre Sorgen vor Jesu Angesicht, dann grüßen wir den Morgen mit froher Zuversicht.
2. Laßt uns den Herrn erheben und rühmen seine Treu, von Ihm kommt Heil und Leben, und täglich schenkt Er neu die Kraft zu tapferm Ringen; wenn uns der Mut entfälit, läßt Er ins Herz uns dringen den Glanz der ewgen Welt.
3. Wir kennen kein ‚Verzagen, wenn wir auf Jesum sehn; das Kreuz, das wir hier tragen, hat Er uns ausersehn. Wir trauen seinem Worte, Er ging uns kühn voraus, wir folgen Ihm zur Pforte ins ewge Vaterhaus.
1. Und die Morgenfrühe, das ist unsere Zeit, wenn die Winde um die Berge singen, die Sonne macht dann die Täler weit, :,: und das Leben, das Leben, das wird sie uns bringen. :,:
2. Alle kleinen Sorgen sind nun ausgemacht, in die Hütten ist der Schein gedrungen. Nun ist gefallen das Tor der Nacht, :,: vor der Freude, der Freude, da ist es zersprungen. ;,!
3. In der helien Morgenfrühe sind wir da, keiner wird uns hier den Weg vertreten, die Städte weit und die Felder nah, :,: und die Lerche, die Lerche, die hören wir beten. :,:
4. Wie ein blanker Acker ist die Erde jetzt. Her zu uns, daß wir die Saat beginnen! Ein Hunger ist in die Augen gesetzt, :,: neue Lande, neue Lande wolln wir uns gewinnen. :,:
1. Und wieder erblüht nach Nebel und Nacht ein strahlender Tag im Lande, :,: und wieder treibt es uns mit Macht, zu sprengen Fesseln und Bande. ;,:
2. Im Sonnenschein ein weites Land — ahoi, die Fahrt kann beginnen! :,: Ein wildes Sehnen ist uns entbrannt, die Weite zu gewinnen. :,:
3. Und ist der Weg auch noch so lang, die Habe beschwerlich zu tragen, :,: uns wird so leicht nicht angst und bang, wir kennen kein Zaudern und Zagen.
4. Auf und davon und drauf und dran, wie zuckt es in Füßen und Händen! :,: Ahoi, die große Fahrt begann und soll so bald nicht enden! ;,:
1. Von allen blauen Hügeln reitet der Tag ins Land, er reitet mit wehenden Zügeln, er reitet mit weiter Hand.
2. Er rücket stolz zu Felde und schlägt die Nacht entzwei, er nimmt sie ganz gefangen und macht die Erde frei.
3. Er jagt die Nebelschwaden und macht den Himmel weit, die Hügel gehören dem Morgen, die Hügel zu aller Zeit.
4. Nun stößt seine blitzende Klinge der Morgen ins Firmament, entfaltet sein blaues Banner, darinnen die Sonne brennt.
1. Wer nur den lieben langen Tag ohne Plag, ohne Arbeit vertändelt, wer das mag, der gehört nicht zu Uns! :,: Wir stehn des Morgens zeitig auf, hurtig mit der Sonne Lauf sind wir, wenn der Abend naht,,nach getaner Tat eine muntere, fürwahr, eine fröhliche Schar. :,:
2. Bist du ein fleißiger Gesell voller Lust, voller Leben, dann schwinge dich sö schnell, wie du kannst, auf dein Pferd! :,: Find’st du kein Roß für deinen Plan, keinen Wagen, keine Bahn, dann lauf, was die Sohle hält, zu uns in die Welt, denn wir brauchen dich fürwahr in der fröhlichen Schar! :,:
3. Wenn dich die Leute unterwegs einmal neugierig fragen, wohin die Reise geht, sag: ins Jungbrunnenreich! :,: Jungbrunnen soll der Name sein! Drum stimm freudig mit uns ein: Leben soll, solang die Welt nicht in ‚Scherben fällt, unsre muntere, fürwahr, unsre fröhliche Schar! :,:
4. Freunde, so schließen wir zum Kreis unsre Herzen und Hände, und wer davon was weiß, warum bleibt er daraus? :,: Wir aber leben unsern Tag, loben bis zum Stundenschlag den, der uns und unsre Welt in den Händen hält. Darum sind wir auch fürwahr eine fröhliche Schar! :,:
1. Wir haben uns erhoben zu neuer Fahrt. Den Herıen laßt uns loben, der uns die Nacht bewahrt! Begraben sei das Zagen, wir woll'n ans Tagwerk gehn, wir wollen’s fröhlich wagen und Gottes Wunder sehn!
2. Herr, Licht der ewgen Sonne, das nie verblaßt, der Du den Tag gewonnen, die Nacht gebunden hast: Dir wolln wir uns befehlen, vertraun auf Deine Treu. Du wirst uns Kräfte stöhlen an jedem Morgen neu.
3. Das Licht mag sich verhüllen, Du dunkelst nicht. Aus Deinem Wort und Willen strahlt hell Dein Angesicht. Daß alle Welt doch wüßte, was Deine Treu vermag. Herr, Meister, Jesu Christe, Dich rühm auch dieser Tag!
4. Vom Morgen bis zum Bleichen der Sonnenglut verleih uns, Dir zum Zeichen, den rechten Jüngermut! Begraben sei das Zagen, wir woll’n ans Tagwerk gehn, wir wollen’s fröhlich wagen und Gottes Wunder sehn!
1. Abend ward, bald kommt die Nacht, schlafen geht die Welt; denn sie weiß, es ist die Wacht über ihr bestellt.
2. Einer wacht und trägt allein ihre Müh und Plag, der läßt keinen einsam sein, weder Nacht noch Tag.
3. Jesus Christ, mein Hort und Halt, Dein gedenk ich nun, tu mit Bitten Dir Gewalt: Bleib bei meinem Ruhn!
4. Wenn Dein Aug ob meinem wacht, wenn Dein Trost mir frommt, weiß ich, daß auf gute Nacht guter Morgen kommt.
1. Abend wird es wieder; über Wald und Feld säuselt Frieden nieder, und es ruht die Welt.
2. Nur der Bach ergießet sich am Felsen dort, und er braust und fließet immer, immer fort.
3. Und kein Abend bringet Frieden ihm und Ruh, keine Glocke klinget ihm ein Rastlied zu.
4. So in deinem Streben bist, mein Herz, auch du; Gott nur kann dir geben wahre Abendruh.
1. Als am Lagerfeuer eine Klampfe klang, war wie Abenteuer unser Chorgesang.
2. Seelen in die Fernen irrten wie im Bann fort zu fremden Sternen, düster raunt der Tann.
3. Feuerzungen springen leidenschaftlich wild, und auch unser Singen nicht die Sehnsucht stillt.
1. Buben im Feuerkreise, haltet treue Wacht! Singt die alte Weise durch die dunkle Nacht: Brüder in den Zelten, schlaft nur immer zul Wachen im Feuerkreise schützen eure Ruh!
2. Kameraden, leise, dämpft der Stimme Schall! Singt die alte Weise durch das stille Tal: Brüder in den Zelten ...
3. Kameraden, leise, nächste Wache vor! Singt die alte Weise auf zum Sternenchor: Brüder in den Zelten ...
1. Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen am Himmel hell und klar. Der Wald steht schwarz und schweiget, und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar.
2. Wie ist die Welt so stille und in der Dämmrung Hülle so traulich und so hold als eine stille Kammer, wo ihr des Tages Jammer verschlafen und vergessen sollt.
3. Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön: so sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn.
4. Wir stolzen Menschenkinder sind eitel arme Sünder und wissen gar nicht viel. Wir spinnen Luftgespinste und suchen viele Künste und kommen weiter von dem’Ziel.
5. So legt euch denn, ihr Brüder, in Gottes Namen nieder; kalt ist der Abendhauch! Verschon uns, Gott, mit Strafen und laß uns ruhig schlafen und unsern kranken Nachbarn auch!
1. Der Tag geht müd' von hinnen, kühl streicht der Wind durchs Tal. Des Himmels blaues Linnen bestirnt sich allzumal.
2. Nun wollen wir noch singen das stille Abendlied. Es soll zum Schöpfer dringen, der uns so treu behüt.
3. Auch heut hast Du gegeben uns unser täglich Brot und köstlich ewges Leben aus Deinem Wort, o Gott.
4. Reiß uns aus allen Nächten, daß wir Dein’ Sonn’ stets sehn. Hilf, daß wir Satans Listen stets siegreich widerstehn.
5. Ach, daß der ewge Morgen uns Armen bald erglüh! Senk Deinen Gottesfrieden auf unsre Sorg und Müh!
1. Der Tag verglüht im Abendrot und weicht der dunklen Nacht. Hoch über unsrer Erdennot sich Stern an Stern entfacht.
2. Die Wälder werden schwarz und schwer — es perlt der Tau im Grund. Die Dämmrung wird ein weites Meer wohl um die Abendstund.
3. Es ist so feierlich und still — ein Segen grüßt das Land, der sich uns offenbaren will. Wir stehen Hand in Hand.
1. Die Dämmerung fällt, wir sind müde vom Traben, Die Straßen, sie haben der Steine gar viel. Laßt sie für heute allein.
2. Es ist uns bestimmt mit brennenden Füßen die Unrast zu büßen, die tags uns ergriff. Bald Kameraden ist Ruh.
3. Wer weiß, wo der Wind uns morgen schon hinweht, wo keiner mehr mitgeht, der Bruder uns ist. Bald sind wir alle allein.
1. Drei graue Zelte stehn drüben am Waldesrand, leuchtende Wimpel wehen, halten dem Sturmwinde stand. :,: Kameraden in tiefdunkler Nacht halten in Treue die Wacht. :,:
2. Wind rauscht in den Bäumen, streicht über Zelte her. Blonde Buben träumen, träumen von Welten und Meer. Kameraden in ...
1. Ein schöner Tag zu Ende geht, die Sterne sind erwacht, wir reichen uns die Hände nun und sagen gute Nacht. Von Ort.zu Ort, von Land zu Land ertönt ein Lied darein. Reicht eure Hände fest zum Bund! Wir wollen Freunde sein.
2. Ein neuer Tag bricht bald herein, der weit uns sehen soll. Drum reicht zum Abschied euch die Hand und saget Lebewohl! Von Ort zu Ort ...
1. Gute Nacht, Kameraden! Bewahrt euch diesen Tag! Die Sterne rücken aus den Tannen empor ins blaue Zelt und funkeln auf die Welt, die Finsternis zu bannen.
2. Gute Nacht, Kameraden! Bewahrt ein festes Herz und Fröhlichkeit in euren Augen; denn fröhlich kommt der Tag daher wie Glockenschlag, und für ihn sollt ihr taugen!
3. Wie Strophe 1
1. Hinunter ist der Sonne Schein, die finstre Nacht bricht stark herein; leucht uns, Herr Christ, Du wahres Licht, laß uns im Finstern tappen nicht!
2. Wir danken, daß Du uns den Tag vor Schaden, G’fahr und mancher Plag durch Deine Engel hast behüt't aus Gnad und väterlicher Güt.
3. Womit wir habn erzürnet Dich, dasselb verzeih uns gnädiglich und rechn es unsrer Seel nicht zu; laß schlafen uns mit Fried und Ruh.
4. Durch Dein Engel die Wach bestell, daß uns der böse Feind nicht fäll; vor Schrecken, Angst und Feuersnot behüte uns, o lieber Gott!
1. Hohe Tannen weisen die Sterne an der Iser wildspringender Flut; :,: liegt das Lager auch in weiter Ferne, doch du, Rübezahl, hütest es gut. :,:
2. Hast dich uns zu eigen gegeben, der die Sagen und Märchen erspinnt :,: und im tiefsten Waldeserleben als ein Riese Gestalt annimmt. :,:
3. Komm zu uns ans lodernde Feuer, in die Berge bei stürmischer Nacht! :,: Schirm die Zelte, die Heimat, die teure, komm und halte mit uns treue Wacht! :,:
4. Höre, Rübezahl, was wir dir sagen: Volk und Heimat, die sind nicht mehr frei. :,: Schwing die Keule wie in alten Tagen, schlage Hader und Zwietracht entzwei! :,:
1. Kein schöner Land in dieser Zeit als hier das unsre weit und breit, :,: wo wir uns finden wohl unter Linden zur Abendzeit. :,:
2. Da haben wir so manche Stund gesessen da in froher Rund :,: und taten singen; die Lieder klingen im Eichengrund. :,:
3. Daß wir uns hier in diesem Tal noch treffen soviel hundertmal, :,: Gott mag es schenken, Gott mag es lenken, Er hat die Gnad. :,:
4. Nun, Brüder, eine gute Nacht, der Herr Im honen Hımmel wacht, :,: in Seiner Güte, uns zu behüten, ist Er bedacht. :,:
5. Ihr Brüder wißt, was uns vereint, ein andre Sonne hell uns scheint; :,: in ihr wir leben, zu ihr wir streben als die Gemeind. :,:
1. Mein schönste Zier und Kleinod bist auf Erden Du, Herr Jesu Christ; Dich will ich lassen walten und allezeit in Lieb und Leid im Herzen Dich behalten.
2. Dein Lieb und Treu vor allem geht, kein Ding auf Erd so fest besteht, das muß ich frei bekennen; drum soll nicht Tod, nicht Angst, nicht Not von Deiner Lieb mich trennen.
3. Dein Wort ist wahr und trüget nicht und hält gewiß, was es verspricht, im Tod und auch im Leben. Du bist nun mein, und ich bin Dein, Dir hab ich mich ergeben.
4. Der Tag nimmt ab, ach schönste Zier, Herr Jesu Christ, bleib Du bei mir, es will nun Abend werden; laß doch Dein Licht auslöschen nicht bei uns allhier auf Erden!
1. O, du stille Zeit! Kommst, eh wirs gedacht. Über die Berge weit, über die Berge weit, gute Nacht!
2. In der Einsamkeit rauscht es nun so Sacht. Über die Berge weit, über die Berge weit, gute Nacht!
1. Sind die Wachen aufgestellt, liegen wir in unserm Zelt, rauscht der Nachtwind durch den Baum, träumen wir den schönsten Traum, Gute Nacht! Gute Nacht! Mond und Stern‘ am Himmel, wacht! Schlaft wohl ein, schlaft wohl ein bis zum ersten Morgenschein!
2. Erde ist die Lagerstätt, Stroh und Mantelsack das Bett, deckt euch zu und hüllt euch ein, sonst friert ihr zu Stein und Bein! Gute Nacht... . :
3. Eh ihr in die Zelte geht, sprecht mit uns das Nachtgebet, und, wenn früh die Lerche zieht, singt mit ihr das Morgenlied! Gute Nacht... .
1. Wenn das Feuer hell und heiß iodert auf in Flammen, schließen wir in unserm Kreis fester uns zusammen.
2. Und es findet bei dem Brand sich in dieser Stunde Freundeshand zu Freundeshand, Band zum größern Bunde.
3. Keiner kann für sich cllein in der Welt bestehen, jeder muß durch Lust‘und Pein mit den andern gehen. 4.. Darum schließen wir im Kreis, fester uns zusammen, wenn das Feuer hell und heiß lodert auf in Flammen.
1. Wenn ins wogende Gras stille Dämmerung fällt und der Rauch ins Unendliche zieht, pfeift der Westwind ein einsames Lied.
2. Hör das Schnauben dei Pferde ganz deutlich und nah, und im Fluß schnappt ein hungriger Hecht — rück den Sattel zum Schlafen zurecht!
3. Und im. Wasserstreif spiegeln die Sterne sich schon. Mach die Augen jetzt zu und schlaf ein! Bist doch müd wie ein sinkender Stein.
4. Morgen früh geht der Ritt in die graue Prärie, auf dem endlosen Zug geht’s nach Nord. Blanker Tau wischt die Träume uns fort.
5. Wenn im Norden die schimmernden Bergketten nahn, weıd ich singend im Steigbügel stehn, um die Berge, die Berge zu sehn.
6. Doch sei still und schlaf ein. Und das wehende Gras singt dir leise ein seltsames Lied. Wenn der Rauch ins Unendliche zieht.
1. Wie hat uns die Burg verbunden, unvergessen jeder Tag, :,: unvergessne Abendstunden, da das Land im Traumlicht lag. :,:
2. Lieder, die wir hier gesungen, Fragen, die wir hier gefragt, :, und was immer mitgeklungen ungefragt und ungesagt. !,:
3. Laßt es uns getreu bewahren, all, das tiefe Überein! :,: Wer wie wir das Glück erfahren, kann nie wieder glücklos sein. :,:
1. Auf, auf zum fröhlichen Jagen, auf in die grüne Heid! Es fängt schon an zu tagen, es ist die höchste Zeit. Die Vögel in den Wäldern sind schon vom Schlaf erwacht und haben auf den Feldern das Morgenlied vollbracht, Tridihejo dihejo di hedi hedi o tridio, hejo di hejo di tridio tridie.
2. Frühmorgens, als der Jäger in’ grünen Wald neinkam, da sah er mit Vergnügen das schöne Wildbret an. Die Gamslein, Paar bei Paare, die kommen von weit her, die Rehe und das Hirschlein, das schöne Wildbret schwer. Tridihejo ....
3. Das edle Jägerleben vergnüget meine Brust, dem Wilde nachzustreben, ist meine höchste Lust. Wir laden unsre Büchsen mit Pulver und mit Blei; wir führ'n das beste Leben, im Walde sind wir frei. Tridihejo ... .
1. Auf weißer Straß’ im Sonnenglast, tippelino, tippelo, nichts hält uns auf, nichts hemmt den Lauf, tippelino, tippelo. Jugoslawia, so ziehen wir heja, :,: morgen wiegt sich unser Kranich an der blauen Adria. :,:
2. Julische Alpen anzusehen, tippelino, tippelo, Bosniens Berge und Moscheen, tippelino, tippelo. Wilden Wassern gleich wie Piva tara Lim :,: treibt es uns hin nach Ragusa an die blaue Adria. :,:
3. Zagreb, Rijeka, Ral Zedar, tippelino, tippelo, Sibenik, Split Risar,. Mostar, tippelino, tippelo. Jugosiawia, bald sind wir wieder da, :,: dovidienia, dovidienia, schöne, blaue Adria. :,:
1. Aus grauer Städte Mauern ziehn wir durch Wald und Feld, wer bleibt, der mag versauern, wir fahren in die Welt. Halli, hallo, wir fahren, wir fahren in die Welt, halli hallo, wir fahren, wir fahren in die Welt.
2. Der Wald ist unsre Liebe, der Himmel unser Zeit, ob heiter oder trübe, wir fahren in die Welt. Halli, hallo...
3. Ein Heil dem deutschen Walde, zu dem wir uns gesellt! Hell klingt’s durch Berg und Halde: wir fahren in die Welt! Halli, hallo... .
4. Die Sommervögel ziehen schon über Wald und Feld. Da heißt es: Abschied nehmen, wir fahren in die Welt. Halli, hallo:
1. Blonde und braune Buben passen nicht in die Stuben. Buben, die müssen sich schlagen, müssen was Tollkühnes wagen. Buben gehören ins Leben hinein, :,: Buben sind stolz, ob sie groß oder klein. :,:
2. Mädchen, ob blond oder braune, stecken voll List und voll Laune. Mädchen, die müssen sich ducken, blinzeln ganz heimlich und gucken, Mädchen, die sind ja zum Warten bestimmt, :,: bis so ein Lausbub ein Mädel sich nimmt. :,:
3. Trommelgedröhn und Tuben, das ist der Sang der Buben; Buben, die trotzen verwegen Wetter und Sturmwind und Regen. Buben verlangen nach ihrer Art, :,: sturmvogelgleich ihre fröhliche Fahrt. :,:
1. Der Wind fährt übers Ahrenfeld, er fährt durch alle Weiten, wir fahren mit ihm durch die Welt, heut und zu allen Zeiten. Wir wollen immer fröhlich sein, auf, stimmt in unsern Ruf mit ein: Wir fahren lachend in die Welt, so, wie es uns gefällt.
2. Der Regen peitscht uns ins Gesicht, es flattern unsre Fahnen. Der Regen, ach, der stört uns. nicht, wir ziehen unsre Bahnen. Und kommt‘ ein Ungewitter drein, ‘wir wollen trotzdem fröhlich sein: Wir fahren lachend in die Welt, so, wie es uns gefällt.
3. Es steht vor uns ein leuchtend Ziel und kann kein andres geben, sind auf: dem Weg auch Steine viel, wir wollen treulich leben und keinen Schritt vom Wege gehn, ganz unerschrocken feste stehn, dann ziehn wir sicher durch die Welt, so wie es Gott gefällt.
1. Die grauen Nebel hat das Licht durchdrungen, und die düstern Tage sind dahin. Wir sehen eine frohe Schar von Jungen an der lauten Stadt vorüberziehn, Komm, komm, lockt ihr Schritt, komm, Kamerad, wir ziehen mit! Komm, komm, lockt ihr Schritt, komm, wir marschieren mit!
2. Sie lassen alles in der Tiefe liegen, bringen nur sich selbst hinauf zum Licht. Sie woller in den klaren Höhen siegen, einen Weg nach unten gibt es nicht, Komm, komm ...
3. Sie werden Männer, die ihr Reich erringen, die es schützen vor dem großen Feind. Die Augen strahien, und die Lieder klingen, und die Herzen sind im Kampf vereint. Komm, komm ...
1. Die rinnenden Wasser, der strömende Wind, das Rauschen, das Rauschen, das Rauschen. Wir spüren, daß eines Geschlechtes wir sind, und wollen mit keinem tauschen. Das Drängen wuchert uns im Blut und hält uns fahrtbereit; wir fahren durch Regen und Sonnenglut, wir fahren ans Ende der Zeit.
2. Die rinnenden Wasser, der strömende Wind, die Straße rollt in die Weiten. Wir eilen ihr nach, weil durstig wir sind nach den blauen Einsamkeiten. Das Drängen wuchert ...
3. Die rinnenden Wasser, der strömende Wind, die treibenden Wolken verwehen; Und wenn vom Wandern wir müde sind: der Himmel bleibt über uns stehen, Das Drängen wuchert ...
1. Die Weite, die grenzenlos in sich das Leben verschließt, ist unsere Sehnsucht, die nie sich erfüllt. Wir tragen im Herzen ein heimliches Bild von seltsamer Fremde, die über. die Berge her grüßt. Wir sind wie der Wind, der über Landstraßen weht, ein fahrendes Volk, in die Weite verweht, das Fernwehfeuer in ruhlosem Blut, ein Sonnenleben voll farbiger Glut.
2. Die kommenden Tage beginnen erst morgen ihr Sein. Die Sorge dafür ist uns heute noch fremd, Wir lassen dahinten, was schwer ist und hemmt, ein Leben der Fahrten, das bunt ist, wie Helgolands Stein. Wir sind . .
3. Uns zeigt sich die Ferne als lockendes, wechselndes Bild, das niemals sich gleicht, wo der Weg uns auch ging. Ob wilder Nordwest sich am Nordseedeich fing, ob einsam die Heide uns grüßt, in ihr Schweigen gehüllt. Wir sind...
1. :,: Es Ist für uns eine Zeit angekommen, die bringt uns eine große Freud. :,: Übers schneebeglänzte Feld :,: wandern wir :,: durch die weite, weiße Welt.
2. :,: Es schlafen Bächlein und See unterm Eise, es träumt der Wald einen tiefen Traum. :,: Durch den Schnee, der leise fällt, :,: wandern wir, :,: durch die weite, weiße Welt.
3. :,: Vom hohen Himmel ein leuchtendes Schweigen erfüllt die Herzen mit Seligkeit. :,: Unterm sternbeglänzten Zelt :,: wandern wir :,: durch die weite, weiße Welt.
1. ;,: Freunde, laßt uns fröhlich loben unsre schöne, helle Welt, ,: :,: mag’s im Finstern noch so toben, wir sind treu dem Tag gesellt. :,:
2. :,: Sonne, Wolken, Schnee und Regen ziehen über uns dahin. :,: :,: Um uns glühet Gottes Segen, und wir stehen mitten drin.
3. Laßt die alte Welt vermodern, neu wird sie im Sonnenschein, :,: : wenn die Abendfeuer lodern, wird der Morgen unser sein. :
1. Heut noch sind wir hier zu Haus, morgen geht's zum Tor hinaus, und wir müssen wandern, wandern, keiner weiß vom andern.
2. Lange wandern wir umher durch die Lande kreuz und quer, wandern auf und nieder, nieder, keiner sieht sich wieder.
3. Manches Mädchen lacht mich an, manches ruft: „Bleib, lieber Mann!” Ach, ich blieb so gerne, gerne, muß doch in die Ferne.
4. Und die Ferne wird mir nah, endlich ist die Heimat da; aber euch, ihr Brüder, Brüder, seh‘ ich niemals wieder.
1. Hoch auf dem gelben Wagen sitz’ ich beim Schwager vorn. Vorwärts die Rosse traben, lustig schmettert das Horn. Berge, Täler und Auen, leuchtendes Ährengold, :,: ich möchte in Ruhe gern schauen; aber der Wagen, der rollt. :,:
2. Flöten hör‘ ich und Geigen, lustiges Baßgebrumm, junges Volk im Reigen tanzt um die Linde herum. Wirbeinde Blätter im Winde, es jauchzt und lacht und tollt, ich bliebe so gern bei der Linde; aber der Wagen, der rollt. :,:
3. Postillion in der Schenke füttert die Rosse im Flug, schäumendes Gerstengetränke reicht uns der Wirt im Krug. Hinter den Fensterscheiben lacht ein Gesicht gar hold, :,: ich möchte so gerne noch bleiben; aber der Wagen, der rollt.:,:
4. sitzt einmal ein Gerippe hoch auf dem Wagen vorn, hält statt der Peitsche die Hippe, Stundenglas statt Horn. Sag ich! „Ade, nun, ihr Lieben, die ihr nicht mitfahren wollt, :,: ich wäre so gern noch geblieben, aber der Wagen, der rollt.“ :,:
1. Hoch überm Tale standen unsre Zelte, der bunte Wimpel flatterte am Schaft, :,: Die Speere flogen, und der Hornruf gellte, in hartem Kampfe spannten wir die Kraft. a2
2. Wir zogen wie die Wölfe durch die Wälder, uns war kein Fels zu steil, kein Pfad zu schmal. :,: Wir lagen manche Nacht am Lagerfeuer, und unsre Lieder klangen übers Tal. :,:
3. Wir schritten Seit an Seit in gleichem Schritte, wir schlossen Hand in Hand den engen Kreis, :,: da trat der König selbst in unsre Mitte, und: zur Gefolgschaft rief uns sein Geheiß. :,: '
4. Hoch überm Tale standen unsre Zelte, der bunte Wimpel flatterte im Wind, :,: als uns in seinen Dienst der König stellte, und wir sind stolz, daß wir des Königs sind. :,:
1. Ich kenne Europas Zonen vom Ural bis westlich Paris. Die Hände! der großen Nationen, der Klassen und Konfessionen sind für mich- nur fauler Beschiß. :,: Ich bin ein gemeiner, zerlumpter Zigeuner, ich habe keine Heimat, kein Geld, nur mein Pferd und die sonnige Welt. :;:
2. Ich streifte von Hollands Grachten bis weit in das russische Reich. Ich konnte die Menschen betrachten und lernte sie gründlich verachten, denn im Grunde sind alle gleich. :,: Sie schreien: „Gemeiner, zerlumpter Zigeuner!” Sie schätzen unsern Wert nur nach Geld: mich, mein Pferd und die sonnige Welt. :,'
3. Sie fragten nach meinen Papieren, ich streckte die Zunge heraus. Sie wollten mich numerieren, in Büchern und Listen führen, ich lachte sie einfach aus. :,: Ich bin ein gemeiner, zeriumpter Zigeuner, doch die Freiheit ist besser als Geld: für mich, für mein Pferd und die Welt. :,:
1. Jauchzende Jungen auf dem Rücken ihrer Pferde, ohne Sättel, an die Mähnen festgekrallt. :,: Staub wirbelt auf, es dröhnt vom Hufschlag die Erde, hei, so jagen wir vorwärts, daß die Seidenfahne knallt. :,:
2. Prall stehn die Segel, peitscht der Salzwind die Wogen, und die Möven folgen kreischend uns im Heck. :,: Uns hat das Meer in seinen Bann schon gezogen, wenn die schäumenden Brecher stürzen über Bug und Deck. :,:
3. Jagen die Schier von den glitzernden Hängen und mit federleichten Schwüngen steil ins Tal, :,: dröhnt unsre Hütte nachts von wilden Gesängen, ist dein Leben entschieden, denn es bleibt dir keine Wahl. :,:
1. Kameraden, wir marschieren, wollen. fremdes Land durchspüren, wollen fremde Sterne sehn, :,: Kameraden, wir marschieren, laßt die bunten Fahnen wehn! :,:
2. Kameraden, unsre Speere schleudern wir in fremde Meere, schwimmen nach und hol’n sie ein, :,: Kameraden, unsre Speere sollen Pfeil und Ziel uns sein. :,!
3. Kameraden, fremde Welten wachen nachts bei unsren Zelten, wenn die Feuer tief gebrannt, :,: Kameraden, fremde Welten singen leis’ von unsrem Land. :,:
1. Schön ist die Welt, drum, Brüder, laßt uns reisen, wohl in die weite Welt, wohin es uns gefällt.
2. Wir sind nicht stolz, wir brauchen keine Pferde, :,: die uns von dannen ziehn. ;,.
3. Wir steigen hin auf Berge und auf Hügel, :,: wo uns die Sonne sticht. :,:
4. Wir laben uns an jeder Felsenquelle, :,: wo frisches Wasser fließt. :,:
5. Wir reisen fort, von einer Stadt zur andern, :,: wo uns die Luft gefällt. :,:
1. Sprung auf und in das Leben, ihr jungen Kameraden! Wir wollen wie die Reben in Sonnengluten baden. Tralalera, tiralalalalera, tralalera, tiralalalalera, tralalera, tiralalalalera, tralalera, tiralalalalera.
2. Des Morgenrotes Strahlen erfüllen uns mit Freude. Zerbrecht des Dunkels Schalen, schafft mit am Lichtgebäude. Tralalera ...
3. Zerreißt des Bürgers Ruhe mit 'gellenden Fanfaren. Er schnarcht auf seiner Truhe, ihr stürmt in hellen Scharen. Tralalera ...
1. Über unendliche Wege, über unendliche Stege geht unser müder Schritt. Bäume stehen zur Seite, Vögel tliegen ins Weite, unsre Gedanken mit. n
2. Einstmals, da warn wir geborgen, brauchten für nichts uns zu sorgen, einstmals, da warn wir zu Haus. Konnten mit Vater scherzen, durften die Mutter herzen, nun ist das alles aus.
3. Über unendliche Wege, über unendliche Stege, immer der gleiche Reim. Heut in der Nacht unter Sternen träumten wir in die Fernen; träumten, wir wären daheim.
4. Wie Strophe 1.
1. Und wenn wir marschieren, dann leuchtet ein Licht, :,: das Dunkel und Wolken strahlend durchbricht. :,:
2. Und wenn wir uns finden beim Marsch durch das Land, :,: dann glüht in uns allen heiliger Brand. :,:
3. Und wenn wir im Sturme dem Ziel uns genaht, :,: dann ragt vor uns allen Neuland der Tat. :,:
4. Du Volk aus der Tiefe, du Volk in der Nacht, :,: vergiß nicht das Feuer, beib auf der Wacht. :,:
1. Und wieder blühet die Linde am quelilumrauschten Gestein, mit Vogelsang, Lust und Liedern zieht wieGer der Frühling ein. Tiralla !a la, tiralla la la, tiralla latala la lalala, tiralla la la, tiralla la la, zieht wieder der Frühling ein.
2. Die kleinen Vögelein singen, die Blumen blühen am Hag; das ist ein Wandern und Singen am lichterdurchfluteten Tag. Tiralla ...
3. Ein Kuckucksruf in der Ferne, ein Wandrer vorüberzieht. Hell klingt aus jubelnder Kehle ein Lied — und die Linde, sie blüht. Tiralla ...
1. Vor uns liegt die Straße wie ein graues Band. Endlos sie sich windet durch das trübe Land.
2. Um uns rauscht der Regen, vom Wandern wir müde sind. Über die kahlen Felder weht ein scharfer. Wind.
3. Wird die Straße enden, fragen wir uns oft; und ein jeder schweiget, aber jeder hofit.
1. Was noch frisch und jung an Jahren, das geht jetzt auf Wanderschaft, um was Neues zu erfahren, keck zu proben seine Kraft. Bleib nicht sitzen in dem Nest: Reisen ist das Allerbest!
2. Reisen macht gesund Geblüte, unverzagt und frohen Mut; Frühling gibt mit Duft und Blüte in die Adern neue Giut. Bleib nicht sitzen...
3. Also gehn wir auf die Reise in viel Städt und. fremde Land, machen uns mit ihrer Weise, ihren Künsten wohlbekonnt. Bleib nicht sitzen...
1. Weißt du, warum du mit uns gehst auf den Weg voller Müh’n und Gefahr'n? Warum du mit uns am Feuer stehst, wenn der Sturmwind zaust unser Hacr?
2. Fühlst du, wie in uns die Sehnsucht ylüht, die immer vorwärts uns treibt? Siehst du, wie vor uns die Fahne zieht? Unser Leben verschworen ihr bleibt!
3. Weißt du, wohin der Weg uns führt, nur, daß wir zusammenstehn? Du hast wie wir das Feuer gespürt und der starken Winde Wehn.
1. Wenn wir erklimmen schwindelnde Höhen, steigen dem Gipfelkreuz zu, in unsern Herzen brennt eine Sehnsucht, die läßt uns nimmermehr in Ruh. Herrliche Berge, sonnige Höhen, Bergvagabunden sind wir, ja wir, herrliche Berge, sonnige Höhen, Bergvagabunden sind wir.
2. Mit Seil und Hacken, den Tod im Nacken hängen wir an der steilen Wand. Herzen erglühen, Edelweiß blühen, vorbei geht's mit sichrer Hand. Herrliche Berge... .
3. Fels ist bezwungen, frei atmen Lungen, ach, wie so schön ist die Welt. Handschlag, ein Lächeln, Mühen vergessen, alles aufs Beste bestellt. Herrliche Berge... ,
4. Beim Alpenglühen heimwärts wir ziehen, Berge, die leuchten so rot. Wir kommen wieder, denn wir sind Brüder, Brüder auf Leben und Tod. :,: Lebt wohl ihr Berge, sonnige Höhen, Bergvagabunden sind treu. :,:
1. Wer jetzig Zeiten leben will, muß haben tapfers Herze; er hat der argen Feind so viel, bereiten ihm groß Schmerze, Da heißt es stehn ganz unverzagt in seiner bianken Wehre, daß sich der Feind nicht an uns wagt, es geht um Gut und Ehre.
2. Geld nur regiert die ganze Welt, dazu verhilft Betrügen; wer sich sonst noch so redlich hält, muß doch bald unterliegen. Rechtschaffen hin, rechtschaffen her, das sind nur alte Geigen; Betrug, Gewalt und List vielmehr, klag du, man wird dir’s zeigen.
3. Doch wie‘s auch kommt, das arge Spiel, behalt ein tapfres Herze, und sind der Feinde noch so viel, verzage nicht im Schmerze! Steh gottgetreulich, unverzagt in deiner blanken Wehre, wenn sich der Feind auch an Uns wagt, es geht um Gut und Ehre.
1. Wie oft sind wir geschritten auf schmalem Negerpfad, wohl durch der Steppen Mitten, wenn früh der Morgen naht, wie lauschten wir dem Klange, dem altvertrauten Sange, :,: der Träger und Askari: Heia, heia Safari! ;,:
2. Steil über Berg und Klüfte, durch tiefe Urwaldnacht, wo schwül und feucht die Lüfte und nie die Sonne lacht, durch Steppengräserwogen sind wir hindurchgezogen :,: mit Trägern und Askari: Heia, heia Safaril :,:
3. Und saßen wir am Feuer des Nachts wohl vor dem Zelt, lag wie- in stiller Feier um uns die nächt'ge Welt. Und über dunkle Hänge tönt es wie ferne Klänge :,: von- Trägern und Askari: Heia, heia Safari! :,:
4. Tret ich die letzte Reise, die große Fahrt, einst an, auf, singt mir diese Weise statt Trauerliedern dann, daß meinem Jägerohre, dort vor dem Himmelstore, :,: es klingt wie. ein Halcli: Heia, heia Safari! :,:
1. Wilde Gesellen, vom Sturmwind durchweht, Fürsten in Lumpen und Loden, ziehn wir dahin, bis das Herze uns steht, ehrlos bis unter den Boden. Fiedel, Gewand in farbiger Pracht, trefft keinen Zeisig ihr bunter! Ob uns auch Speier und Spötter verlacht, uns geht die Sonne nicht unter.
2. Ziehn wir dahin durch Braus oder Brand, klopfen bei Veit oder Velten, huldiges Herze und helfende Hand sind ja so selten, so selten! Weiter uns wirbelnd auf staubiger Straß‘, immer nur hurtig und munter; ob uns der eigene Bruder vergaß, uns geht die Sonne nicht unter.
3. Aber da draußen am Wegesrand, dort bei dem König der Dornen, klingen die Fiedeln im weiten Gebreit, klagen dem Herrn unser Carmen. Und der Gekrönte sendet im Tau tröstende Tränen herunter, fort geht die Fahrt durch den wilden Verhau, uns geht die:Sonne nicht unter.
1. Wir hassen das Leben nach Zwergenart, jung woll’n wir sein und frei, wir ziehn hinaus zur fröhlichen Fahrt, :,: das Herz lacht uns dabei. :,: Hei, wie da draußen der Sturm um uns weht, hei, wie der Regen uns treibt! Vorwärts, die Sonne im Westen schon steht! :,: Anders kein Ziel uns: bleibt. :,: .
2. Wir lieben das Leben im rauhen Land, mutig schreiten wir aus, uns hat die Schönheit des Fahrens gebannt, :,: mit Macht zieht‘s uns hinaus, :,: Hei, wie da draußen . . .
3. Wir grüßen die Lande in ihrer Pracht, hell klingt dann unser Lied — alie die Freude verbunden uns macht, :;: wir stehn in einem Glied! :;: Hei, wie da draußen...
1. Wir radeln durch das Land auf grauer Straßen Rand und pfeifen wie ein Fink dabei. :;: Wir fahren in den Morgen, ohne uns zu sorgen, wo am Abend Herberg für uns sei. :;:
2. Die Bäume an der Seit, die geben uns Geleit und fassen manchmal uns beim Schopf. :;: Da fassen wir sie wieder, sie sind ja unsre Brüder, fällt auch mal, ein Apfel in den Topf. :;,:
3. Bergauf, da geht es schwer, doch wart’ nur: hinterherzu Tal wir fliegen pfeilgeschwind. :,: Die Sonne soll uns scheinen und die Haut uns bräunen, treiben soll wie Segel uns der Wind. :,: $
4. Wir haben wenig Brot und kennen auch die Not, im Beute! ist kein Pfennig Geld. :,: Doch traun wir auf den droben, den wir fröhlich loben, der uns schenkt die wunderweite Welt :,:
1. Wir sind durch Deutschland gefahren, vom Meer bis zum Alpenschnee, :,: wir haben noch Wind in den Haaren, den Wind von den Bergen und Seen. :,:
2. In den Ohren das Brausen der Ströme, der Wälder rounender Sang, :,: das Geläut von den Glocken der Dome, der Felder Lerchengesang. :,:
3. In den Augen das Leuchten der Sterne, das Flimmern der Heidsonnenglut. :,: Und tief in der Seele das Ferne, das Sehnen, das nimmermehr ruht. :,:
4. Und du, Kamerad, mir zur Seite, ‘so fahren wir durch das Land, :,: wir fahren die Läng‘ und die Breite durch Regen und Sonnenbrand. B
5. Wir sind zur Freude geboren' und nicht zum Trauern- Be :,: In Traurigkeit gehn wir verloren, in Freude siegen wir. :,:
1. Wir sind jung, die Welt ist offen, o du schöne weite Welt, unser Sehnen, unser Hoffen zieht hinaus durch Wald und Feld. Bruder, Iaß den Kopf nicht hängen, kannst ja nicht die Sterne sehn. :,: Aufwärts blicken, vorwärts drängen, wir sind jung, und das ist schön. :,:
2. Liegt dort hinter jenem Walde nicht ein fernes, fremdes Land? Biüht auf grüner Bergeshalde nicht das Blümlein Unbekannt? Laßt uns schweifen ins Gelände, über Täler, über Höhn, :,: wo sich auch der Weg hinwende, wir sind jung, und das ist schön, :,:
3. Auf denn, auf die Sonne zeige uns den Weg durch Wald und Hain; geht darob der Tag zur Neige, leuchtet uns der Sterne Schein: Bruder, schnell, den Rucksack über, heute soll’s ins Weite gehn, :,: Regen, Wind, wir lachen drüber, wir sind jung, und das ist schön. :,:
1. Wir wollen zu Land ausfahren, wohl über die Fluren weit, aufwärts zu den klaren Gipfeln der Einsamkeit! Lauschen, woher der Sturmwind braust, schauen, was hinter den Bergen haust, :,: und wie die Welt so weit. :,:
2. Fremde Wasser dort springen, sie soll’'n unser Weiser sein, froh wir wandern und singen Lieder ins Land hinein. Und brennt unser Feuer an gastlicher Statt, so sind wir geborgen und schmausen uns satt. :,: und die Flammen leuchten darein, :,:
3. Und steigt aus tiefem Tale heimlich und still die Nacht, und sind vom Mondenstrahle Gnomen und Elfen erwacht, dämpfet die Stimmen, die Schritte im Wald, so hört ihr und seht ihr manch Zaubergestalt, :,: die wallt mit uns durch die Nacht. :,:
4. Es blüht im Walde tief drinnen die blaue Blume fein, die Blume zu gewinnen, ziehn wir ins Land hinein. Es rauschen die Bäume, es murmelt der Fluß, und wer die blaue Blume finden will, der muß :,: ein Wandervogel sein. :,:
1. Als die Römer frech geworden, simserimsimsimsimsim, zogen sie nach Deutschlands Norden, simserimsimsimsimsim. Vorne mit Trompetenschall, täterätätätä‚ritt Herr Generalfeldmarschall, täterätätätä, Herr Quintilius Varus, wau wau wau wau wau wau, Herr Quintilius Varus, schnätterängtäng, schnätterängtäng, schnätterängtängtäderängtängtäng.
2. In dem Teutoburger Walde, ... huh, wie pfiff der Wind so kalte, ... Raben flogen durch die Luft, ... und es war ein Moderduft, ... wie von Blut und Leichen...
3. Plötzlich aus des Waldes Duster, ... brachen kampfhaft die Cherusker ... „ mit Gott für Fürst und Vaterland, ... stürzten sie von Wut entbrannt.. ... auf die Legionen ...
4. Weh, das war ein großes Morden, ... sie erschlugen die Kohorten; . ... nur die röm’sche Reiterei ... rettete sich in das Frei’; ... denn sie war zu Pferde ...
5. O Quintili, armer Feldherr! ... Dachtest du, daß so die welt wär’? ... Er geriet in einen Sumpf, ... verlor zwei Stiefel und einen Strumpf ..... und blieb elend stecken.
6. Da sprach er voll Ärgernussen ... zum Centurio Titiussen: ... „Kamrad zeuch Dein Schwert hervor, ... und von hinten mich durchbohr, ... weil doch alles futsch ist!” ...
7. Als das Morden war zu Ende, ... . rieb Fürst Hermann sich die Hände ... und, um seinen Sieg zu weihn, ... lud er die Cherusker ein, ... zu ‘nem großen Frühstück ...
8. Nur in Rom war man nicht heiter, . . , sondern kaufte Trauerkleider ... Grade als beim Mittagsmahl ... Augustus saß im Kaisersaal, ... kam die Trauerbotschaft ...
9. Erst blieb ihm vor jähem Schrecken . . . ein Stück Pfau im Halse stecken, ... dann geriet er außer sich ... und schrie: „Varus, schäme dich, ... redde legiones!” ...
10. Sein deutscher Sklave, Schmidt geheißen, ... dacht: „Ihn soll das Mäuslein beißen, ... wenn er sie je wieder kriegt; ... denn wer einmal tot da liegt, ... wird nicht mehr lebendig." ...
11. Und zu Ehren der Geschichten ... tät ein Denkmal man errichten ... Deutschlands Kraft und Einigkeit ... kündet es jetzt weit und breit: ... Mögen sie nur kommen! ...
1. Asien bebe! Auf grenzenlosen Wegen naht im Sturme her ein Männerhauf. Schirrt die Pferde und jagt über die Erde hin in wirbeindem Kosakenlauf. Freiheit, Ehre und die kurzen, flinken Speere führen wir Kosaken als Fanale mit. :,: Hussa ohe, hussa ohe, wir sind des Urais Kosakenarmee. :,:
2. In der Steppe, da stehen unsre Zelte schwarz im Kreise um das Hetmannshaus, klingen Lieder und verlocken unsre Glieder, aufzuschwirren zum Kosakentanz, und beim Schein des roten Lagerfeuers tanzen wir im Takte unsres Balaleikachors. Hussa ohe...
3. Wenn am Morgen die Wölfe wieder heulen, tönen Pfiffe und der Peitschenknall. Aufgesessen und den Traum der Nacht vergessen! Reitet nieder eurer Sehnsucht Qual! Verhängt die Zügel, über Ströme, Grenzen, Hügel — unaufhaltsam fort geht unser Freiheitsritt. Hussa ohe .. ,
1. Dämmert von fern über Hügel der Morgen, geht durch das Lager der Weckruf der Posten: „Auf, Kameraden, sattelt eure Pferde! :,: Weiter geht unser Ritt über die rote Erde!” ;,:
2. Staub wirbelt auf, dumpfes Prassein der Hufe; von Mann zu Mann geht ein Lachen und Rufen; singend grüßt ein Reiter hell die Sonne, :,: und im Chor fällt dann ein brausend die ganze Kolonne. :,:
3. Jeder der Reiterkameraden mir zur Seite mit seinem Leben dem Herrn sich verschrieb. Höre, du mein Bruder dort am Wege: :,: „Schwinge dich auf dein Pferd, zwinge die rote Erde!" ':,:
1. Der Tod reitet auf einem kohlschwarzen Rappen, er » het ein’ undurchsichtige Kappen. Wenn Landsknecht in das Feld marschieren, läßt, er sein Roß daneben galoppieren. Flandern in Not, in Flandern reitet der Tod, in Flandern reitet der Tod.
2. Der Tod kann cuch die Trommel rühren, man kann den Wirbel im Herzen spüren. Er trommelt hell, er trommelt laut, er schlägt auf eine Totenhaut. Flandern ...
3. Als er den ersten Wirbel geschlagen, da hat's das Blut vom Herzen getragen. Als er den zweiten Wirbel schlug, den Landsknecht man zu Grabe trug. Flandern . . .
4. Der dritte Wirbel ist so lang gegangen, bis der Landsknecht von Gott den Segen empfangen. Der dritte Wirbel ist leis und lind, als wiegt eine Mutter im Schlaf ihr Kind. Flandern...
5. Der Tod kann Rappen und Schimmel reiten, der Tod kann lächelnd im Tanze -schreiten. Er irommelt laut, er trommeit fein! gestorben, gestorben, gestorben muß sein. Flandern ...
1. Der Wind weht über Felder ums regennasse Zelt. Der Kaiser stürmt gen Geldern, seine Reiter ziehn ins Feld. Taritara, taritarei, wir sind des Kaisers Reiterei, taritara, taritarei, wir sind des Kaisers Reiterei.
2. Es zieht in langen Reihen das zweite Regiment. Zu zweien und zu dreien, der Hauptmann reit’ am End. Taritara ...
3. Die Fahne weht und schwanket im feuchten Flandernwind, noch nie hat sie gewanket, viel Träger blieben sind. Taritara ...
4. Im fernen Flandernlande, da mäht der Schnitter Tod; es steht am Wegesrande manch Kreuz im Abendrot. Taritara ...
1. Die blauen Dragoner, sie reiten mit klingendem Spiel vor das Tor. Fanfaren sie begleiten, :,: hell zu den Hügeln empor. :,:
2. Die wiehernden Rosse, sie stampfen, die Birken, sie wiegen sich lind, die Fähnlein an den Lanzen ;,: flattern im Morgenwind. :,:
3. Morgen, da müssen sie reiten, mein Liebster wird bei ihnen sein, morgen in allen Weiten, :,: morgen, da bin ich allein. :,:
4. Wie Strophe 1
1. Die Glocken stürmten vom Bernwardsturm, der Regen durchrauschte die Straßen, :,: und durch die Glocken und durch den Sturm erschallte des Urhorns Blasen. :,:
2. Das Büffelhorn, das so lang geruht, Veit Stoßberg nahms aus der Lade. :,: Das alte Horn, das schrie nach Blut und wimmerte: Gott genade. :,:
3. Ja, gnade dir Gott, du Ritterschaft, der Bauer stand auf im Lande, :,: und tausendjährige Bauernkraft macht Schild und Schärpe zu Schande. :,:
4. Die Klingsburg hoch am Berge lag, sie zogen hinauf in Waffen; :,: auframmte der Schmied mit einem Schlag das Tor, das er fronend geschaffen. :,:
5. Dem Ritter fuhr ein Schlag ins Gesicht und ein Spaten zwischen die Rippen; :,:. er brachte - das Schwert aus der Scheide nicht und nicht den Fiuch von den Lippen. :,:
6. Aufrauschte die Flamme mit aller Kraft, brach Balken und Bogen und Bande. :,: Ja, gnade dir Gott, du Ritierschaft, der Bauer stand auf im Lande, :,:
1. Die Steppe zittert, und es klopfen hart die Hufe, auf schnellen Pferden naht ein Reiterheer. Es knallen Peitschen, und es gellen laute Rufe vom Kuban bis zum Schwarzen Meer. Die harte Faust umspannt die kurze Lanze, zum Stoß bereit, denn zahlreich sind der Feinde Scharen, Abends ruft die Trommel uns zum Tanze, die Nacht ist traumlos, kurz und schwer.
2. Noch gestern jagten wir im scharfen Nachtgefechte dem feigen Räuber unsre Beute ab. Doch unser Hetmann fiei, es sank die tapfre Rechte, die manchen schon geschickt ins Grab. Doch unsre Säbel haben gut geschnitten, wie Hunde haben wir das Diebespack erschlagen. Dann sind wir die Nacht hindurch geritten, uns führt ein toter Hetmann an.
3. Durch unsre Dörfer rufen laut die Klageweiber, die Trommeln tönen dumpf zum Totentanz. Den Fuß des Scheiterhaufens bilden tote Leiber von Feinden, die er selbst bezwang. Die Flamme loht, der Haufe sinkt zusammen, zum Rochezug tönt das Kommando: „Aufgesessen! Kameraden rottet euch zusammen, Tscherkessenhorden reiten schnell!”
1. Dort drunt' im schönen Ungarland wohl an dem blauen Donaustrand da liegt das Land Magjar, da liegt das Land Magjar. Als junger Bursch da zog ich aus, ließ weder Weib noch Kind zu Haus als Blankensteinhusar, als Blankensteirhusar. :,: Heil Dunja, dunja, dunja tissa bass made rem trem kordijar, tede reitedera, tede reitedera, als Blankensteinhusar. :,:
2. Das Roß, das mir mein Vater gab, ist all mein Gut, ist all mein Hab, sein Heimat ist Magjar, sein Heimat ist Magjar. Es ist geschwind als wie der Wind, wie alle Heldenpferde sind, vom Blankensteinhusar, vom Blankensteinhusar. Heil Dunja ...
3. Ein Sarraß aus dem Türkenkrieg, der mir vom Urgroßvater blieb, geschliffen in Magjar, geschliffen in Magjar. Gor mancher mußt ihn spüren schon, gar mancher lief vor ihm davon, vorm Blankensteinhusar, vorm Blankensteinhusar. Hei! Dunja...,
4. Im letzten Dorf da kehrt ich ein und trank dort den Tokajerwein. Tokajer aus Magjar, Tokajer aus Magjar. Tekajer, cu bist mild und gut, du bist das reinste Türkenblut fürn Blansteinhusar, fürn Blankensteinhusar. Heil! Dunja.,.
1. Es klappert der Huf am Stege, wir ziehn mit dem Fähnlein ins Feld. Blutger Kampf allerwege, dazu sind auch wir bestellt. :,: Wir reiten und reiten und singen, im Herzen die bitterste Not. Die Sehnsucht will uns bezwingen, doch wir reiten die Sehnsucht tot. ;,:
2. Dörfer und Städte flogen vorüber an unserem Blick, wir sind immer weiter gezogen, für uns gibt es kein Zurück. : Wir reiten durch Täler und Hügel, wo der Sommer in Blüte steht, es knirschen Zaumzeug und Zügel, der Wimpel hoch über uns weht. :,:
3. Leis sinkt der Abend nieder, uns wird das Herze so schwer, leiser werden unsre Lieder, wir sehn keine Heimat mehr. :,: Wir reiten und reiten und reiten und hören von fern schon die Schlacht, Herr, laß uns stark sein im Streiten, dann sei unser Leben vollbracht. :,:
1. Es tropft von Helm und Säbel, die Erde ruht so bang. Wir traben durch den Nebel mit Trommeln und Gesang. :,: Nun schlagt die Trommeln feste für alles Glück und Gut. Nun schlagt sie auch mal leise für unser junges Blut. :,:
2. Der Nebel zieht in Schwaden, es riecht so süß nach Heu. Ihr lieben Kameraden, wir bleiben uns getreu. Nun schlagt ...
3. Wir traben immer weiter, wir haben das Gebot. Wir sind verlorne Reiter und reiten in den Tod. Nun schlagt ...
1. Jung Volker, das ist unser Räuberhauptmann mit Fiedel und mit Flinte, damit er geigen und schießen kann just nach dem Wetter und Winde. :,: Die Fiedel und die Flint‘, die Fiedel! und die Flint‘, Volker spiel auf, :,:
2. Ich sah ihn einst im Sonnenschein auf einem Hügel sitzen, da spielt er die Geige und schlürft roten Wein, und seine Augen, die blitzen. Die Fiedel....
3. Auf einmal, da wirft er die Geig’ in die Luft, auf einmal, er wirft sich zu Pferde, der Feind kommt, da stößt er ins Pfeifchen und ruft: „Brecht ein wie der Wolf in die Herde”! Die Fiedel ....
1. :,: Platoff preisen wir, den Helden, unsern Feind hat er besiegt in jeder Schlacht. :,: :,: Heil dem Sieger, Preis und Ehr, heil dem Donkosakenheer. :,:
2. :,: „Wißt ihr, wo der Don herfließt und womit der Don geschmücket ist? :,: :,: Unser Don schmückt Rußlands Ruhm, haben wirs nicht oft gezeigt? :,:
3. :,: „Such mal einen Plotoff unter all den Kriegern rings im Land! :,: :,: Ja, wir wissen, wo er .ist, wo ein Plätoff zu finden:ist. :,:
4. :,: Treu sollt ihr dem Donstrom dienen, eure Väter dienten ihm. :,: :,: Tapfer wollen kämpfen wir, seines Ruhmes wert zu sein! :,:
1. Welt laßt die Fahnen wehen, wir woll’n zum Sturme gehen, frei nach Landsknechtsart, iaßt den verlor’nen Haufen voran zum Sturme laufen, wir folgen dicht geschart!
2. Die Mauern wir erklettern, die Türme wir zerschmettern, und in die Stadt hinein! Wer uns im Lauf will hemmen, sich uns entgegenstemmen, der soll des Teufels sein!
3. Es horren unser drinnen, wenn wir die Stadt gewinnen, viel Gold und Edelstein. Das soll ein lustig Leben bei uns im Lager geben bei Würfelspiel und Wein.
1. Wildgänse rauschen durch die Nacht mit schrillem Schrei nach Norden, :,: Unstete Fahrt! Habt acht, habt acht! Die. Welt ist voller Morden. :,:
2. Fahrt durch die nachtdurchwogte Welt, graureisige Geschwader! :,: Fahlhelle zuckt, und Schlachtruf geilt, weit wallt und wogt der Hader. :,: $
3. Rausch zu, fahr zu, du graues Heer! Rausch zu, fahr zu nach Norden! :,: Zieht ihr nach Süden übers Meer, was ist aus uns geworden? ;,:
4. Wir sind wie ihr ein graues Heer und fahrn in Kaisers Namen. :,: Und fahrn wir ohne Wiederkehr, rauscht uns im Herbst ein Amen. :,:
1. Wir sind des Geyers schwarze Haufen, heia, oho! Und wolln mit Tyrannen raufen, heia, oho! Spieß voran, drauf und dran, setzt aufs Klosterdach den roten Hahn!
2. Wir wolln’s dem Herrn im Himmel klagen, kyrieleis, daß wir den Pfaffen könnten totschlagen, kyrieleis, Spieß voran,...
3. Als Adam grub und Eva spann, kyrieleis, wo war denn da der Edelmann? Kyrieleis. Spieß voron,... .
4. Jetzt gilt es Schloß, Abtei und Stift, heia, oho! Uns gilt nichts als die heil’ge Schritt, heia, oho! Spieß voran, ..... 5.. Uns führt der Florian Geyer an, trotz Acht und Bann. Den Bundschuh führt er in der Fahn, hat Helm und Harnisch an. Spieß voran, .. .
5. Bei Weinsberg setzt es Brand und Stank, heia, oho! Gar mancher über die Klinge sprang, heia, oho! Spieß voran, . .
6. Des Edelmannes Töchterlein, heia, oho!l Wir schickten es in die Höll’ hinein, heia, ohol Spieß voran, ...
7. Geschlagen ziehen wir nach Haus, heia, oho! Unsre Enkel fechten‘s besser aus, heia, oho! Spieß voran, ...
1. Wir ziehen unsre Straße mit ruhig festem Schritt, und über uns die Fahne, die flattert lustig mit. :,: Heidiri, dong, dong, dong, dong, heidiri, diri, dong: :,:
2. Voran der Trommelknabe, er schlägt die Trommel gut. Er weiß noch nichts von Liebe, weiß nicht, wie scheiden tut. Heidiri ! ...
3. Er trommelte schon manchen wohl in sein kühles Grab. Und dennoch liebt ein jeder den kleinen Trommelknab. Heidiri ...
4. Vielleicht bist du es morgen, der sterben muß im Blut; der Knab‘ weiß nichts von Liebe, weiß nicht, wie sterben tut. Heidiri ...
1. :,: Wir zogen in das Feld, :,: da hättn wir weder Säckl noch Geld. Strampede mi, :,: a la mi presente al vostra, signori. :,:
2. :,: Wir kamn vor Siebentod, :,: da hättn wir weder Wein noch Brot. Strampede:mi, alami....
3. :,: Wir kamen vor Friaul :,: da hättn wir allesamt voll Maul. Strampede mi, alami...
1. Zelte sah ich, Pferde, Fahnen, roten Rauch am Horizont. :,: Die mit uns ins Lager kamen, sind das Leben so gewohnt. :,!
2. Würfel rollen, Sterne funkeln, das ist unser ganzes Glück. :,. Eine Wache ruft im Dunkeln, die Parole schallt zurück. :,:
3. Feuer qualmen, Rosse stampfen, einer singt und summt ein Lied. :,: Unsre nassen Mäntel dampfen, alle Sehnsucht heimwärts zieht. :,:
1. :,: Alle, die mit uns auf Kaperfahrt fahren, müssen Männer mit Bärten sein. :,: Jan und Hein und Klas und Pit, die haben Bärte, die haben Bärte, Jan und Hein und Klas und Pit, die haben Bärte, die fahren mit.
2. Alle, die Tod und Teufel nicht fürchten...
3. Alle, die mit uns das Walroß killen...
4. Alle, die öligen Zwieback essen...
5. Alle, die Stürme und Wellen lieben ...
6. Alle, die mit uns im Meer versinken...
1. Der mächtigste König im Luftrevier ist des Sturmes gewaltiger Aar. Die Vöglein erzittern, vernehmen sie sein rauschendes Flügelpaar, Wenn der Löwe in der Wüste brüllt, so erzittert das tierische Heer. Ja, wir sind die Herren der Welt, die Könige auf dem Meer. Tirallala, tirallala, tirallala, tirallala. Hei, heil Ja, wir sind die Herren der Welt, die Könige auf dem Meer.
2. Zeigt sich ein Schiff auf dem Ozean, so jubeln wir laut und wild. Unser stolzes Schiff fliegt dem Pfeile gleich durch das brausende Wogengefild. Der Kaufmann erzittert vor Angst und vor Weh, den Matrosen entsinket der Mut, wenn steigt am schwankenden Mast unsre Flagge, so rot wie das Blut. Tirallalas s&:
3. Wir stürzen uns auf das feindliche Schiff wie ein losgeschossener Pfeil. Die Kanone donnert, die Muskete kracht, laut rasselt das Enterbeil. Und die feindliche Flagge, schon sinkt sie herab, da ertönt unser Siegesgeschrei: Die See, das brausende Meer, hoch lebe die Seeräuberei! Tirallala ...
1. Einer Seefahrt froh Gelingen, da bedarf es allerlei: Frohsinn und vor allen Dingen, daß der Magen schwindelfrei.
2. Ist das Wetter immer heiter, immer sonnig, immer gut, oh, dann steigt wie auf ’ner Leiter unser Frohsinn, unser Mut. 3, Doch verfinstert sich die Sonne, und der, Wind bläst ungestüm, oh wie sinkt dann alle Wonne mit den grauen Wolken hin.
3. Steigt das Schiff bald in die Höhe, und bald sieigt es in die Tief‘, on wie wird es uns so wehe, oh wie hängt der Magen schief.
4. Oh, wie wird uns dann so komisch, kreidebleich — oh fürchterlich schmeckt doch unser Magenhonig, wenn wir sprechen: „Ullerich!”
5. Haben wir uns so entlastet, hat der Magen ausgeweint, ei, dann wird nun mal gefastet, bis die Sonne wieder scheint.
6. Wird das Wetter wieder besser, scheint die Sonne wieder heil, oh dann steigt auf seiner Leiter unser Frohsinn wieder schnell.
1. Ein Mann, der sich Kolumbus nannt, widdewiddewitt, bum, bum, war in der Schiffahrt wohlbekannt, widdewiddewitt, bum, bum. Es drückten‘ ihn die Sorgen schwer, er suchte neues Lund im Meer. Gloria, Viktoria, widdewiddewitt juchheirassa, Gloria, Viktoria, widdewiddewitt, bum, bum.
2. Als er den Morgenkaffee trank, da sprang er fröhlich von der Bank. Denn schnell kam mit der ersten Tram der span‘sche König bei ihm an.
3. „Kolumbus,” sprach er, „lieber Mann, du hast schon manche Tat getan, eins fehlt noch unsrer Gloria, entdecke mir Amerika!”
4. Gesagt, getan, ein Mann, ein Wort, am selben Tog fuhr er noch fort, und eine$ Morgens schrie er: „Land! Wie deucht mir alles so bekannt!”
5. Das Volk an Land stand stumm und zag, da sagt Kolumbus: „Guten Tag, ist hier vielleicht Amerika?“ Da riefen alie Wilden: „Ja!”
6. Die Wilden waren sehr erschreckt und schrien all: „Wir sind entdeckt!” Der Häuptling rief ihm: „Lieber Mann, alsdann bist du Kolumbus dann!”
1. Flattern vom Mast unsre Flaggen im Wind, Sturm fällt hart in die Segel. Fahren wir früh, eh’ der Morgen beginnt, wilde Wettervögel. Wolken ziehn am Himmel, sind ein gut Geleit. Frisch weht der Wind, nun ade, liebes Kind, wir fahren, und die Welt ist'weit.
2. Frühlicht nun blinkt, ruft den Morgen herbei, das gibt ein frohes Beginnen. Weit ist die See und die Herzen sind frei, wenn wir den Morgen gewinnen, Wolken ziehn am Himmel . ..
3. Wie Strophe 1.
1. Frei liegt die See und die Eisberge fliehn, nordwärts in Scharen die Schneegänse ziehn. Islands Gestade umsäuselt der Süd, singt uns von Kämpfen und Sterben ein Lied. Auf, Gesellen, am Mast. euch geschart, :,: hißt die Segel zur Wikinger-Fahrt! :,:
2. Drücket den Helm auf das wallende Haar, an legt die Brünne, den Schirm vor Gefahr! Gürtet das Schwert um den köstlichen Hort, kränzet mit Schilden den eichenen Bord! Auf, Gesellen, ...
3. Gischtende Brandung bewältigt ihn nicht, stolz sieht der Wiking der G’fahr ins Gesicht. Bricht auch der Mast, zerbirst auch das Schiff, schwimmend entgeht er dem tückischen Riff. Auf, Gesellen, ...
1. Gleichwie die Möve ruhlos hastet von Land zu Meer, von Meer zu Land, und kaum im Flug die Schwinge rastet auf Wellenschaum, auf Dünensand, so wogen wir auf irren Bahnen von Deich zu Flut, von Flut zu Deich, zerschlissne Segel unsre Fahnen, :,: ein morsches Schifflein unser Reich. :,:
2. Oft nur den letzten Schuß im Laufe, vom Sturm gepeitscht, vom Feind gehetzt, ein adeliger Bettlerhaufe, den Hut zerhaun, das Wams zerfetzt; und doch erbebt das stolze Spanien, in dessen Reich der Tag nicht sinkt, wenn unser Racheruf „Oranien!” :,: sich über Albas Heere schwingt. :,:
3. Ihr bebt mit Recht ob Sklavenschande, bei Gott wird dieser Boden rein, und müßten alle Niederlande von Meerestlut verschlungen sein. Durchstecht den Deich, reißt auf die Schleusen! Ersäuft die fremde Tyrannei! Es naht das Meer, es nahn die Geusen. :,: Das Land wird Meer, doch es wird frei. :,:
1. Ick heff mol en Hamborg en Veermaster sehn, :,: to my hoodanh, :,: de Masten so scheep as den Schipper sien Been, to my hoodah, hoodah ho. :,: Blow, boys, blow for Californio, there is plenty of gold, so I am told, on the banks of Sacramento. Be
2. Dat Deck weer von Isen, vull Schiet und vull Smeer, ... , dat weer de Schietgäng eer schönstes Pläseer, ... Blow, boys, blow ...
3. Dat Logis weer vull Wanzen, de Kombüs weer vull Dreck, ..., de Beschüten de leupen von sülven all weg. ... Blow, boys, blow ...
4. Dat Soltfleesch weer gröön, und ‚de Speck weer vull Moden, ..., kööm gev dat blots an Wiehnachsobend Blow, boys, blow ...
5. Und wulln wi mol seiln, ick segg dat ja nur, . . ., denn lööp he dree vörut und veer wedder retur „.. . Blow, boys, blow...
6. As dat Schipp so weer ok de Kaptain, ... ., de Lüd für dat Schipp weern ok blots schangheit ... Blow, boys, blow ...
1. Im Namen von Oranien, tut auf euer Tor, der Wassergeus steht auf dem Wall. Der Führer der Geusen, er bleibt nicht davor, er fordert des Briels schnellen Fall. Das ist der Befehl von Lumey, auf mein Ehr, ihr Bürger, da hilft euch kein Widerstand mehr. :,: Der Wassergeus kommt auf den Briel. :,:
2. Die Flotte ist mit 5000 Köpfen bemannt, die Mannen sind kühn und voll Mut. Einen Augenblick noch, und dann gehn sie an Land, ihr Bürger, dann kost’s euer Blut, Ihr dürft drum nicht zaudern, öffnet die Pfort, dann nehmen die Geusen sogleich ohne Mord :,: Besitz von der Festung, dem Brieliesz,:
3. Drum dürft ihr nicht zaudern, habt keine Zeit mehr, die Glock’ hat schon dreimal geschellt. Ich sag’s euch, und gebt ihr die Schlüssel nicht her, so ist schon das Urteil gefällt. Die wackeren Geusen stehn kampfbereit dort und schwingen die Schwerter und gehen von Bord :,: und schwören — den Tod oder den Biriel. :,:
1. Kommst du mal nach Hamburg in die Hafenbar „Zum Blauen Hai”, dort triffst du beim Kümmel den Vagabund, den langen Hein. Er erzählt dir von Charly und Jimmy, von der Pußta und von der Prärie, und oftmals erzählt er von Shanghai, wo sich damals trafen die drei.
2. Es war in Shanghai um Mitternacht in der Ohio-Bar, dort trafen sich drei Tramps, die um die Welt gezogen warn. Jim Jonny, der kam aus Frisco, aus Hamburg der lange Hein und Charly, der kleine Franzose, macht den Vorschlag: „Wir trampen zu drein.”
3. Auf einem Schoner fuhren sie direkt nach Hawai, und unter Palmen sangen abends dann die drei ein Lied von Freiheit und Ehre, ein Lied voller Sehnsucht und Glück, Doch keinen erfaßte die Reue, keiner kehrt in die Heimat zurück.
4. Sie zogen weiter bis an das Schwarze Meer. Als Freiheitsreiter kämpften sie in einem fremden Heer, Sie kämpften für Frieden und Freiheit und für ein geknechtetes Land und zogen durch Rußlands Steppe bis an den Wolgastrand.
1. Olka treibt mit schweren Schlägen sein Kanu wohl übern See. :,: Und die trägen, langgestreckten Wogen schaukeln ihn. :,:
2. Drüben steht die schwarze Kohte, sie erwartet ihn. :,: Und es gleiten viele Boote hin zum Lagergrund. :,:
3. Hei, die Fahne an der Kohte, flatternd grüßt sie ihn. ;,: Und die Boote jagen schneller durch die Wogen hin. :,:
1. Über der weißen Nacht steht hell der große Bär; schaukelt die Dünung sacht das Schiff auf weitem Meer. Schneidend klingt der Möwe Schrei, Begleiterin zur walfischjagd. :,: Bald fährt das Schiff nach Süd im wehenden Passat, :,:
2. In der Kombüse blakt das Tranlicht trüb und schwer; Qualm, Dunst und Fischgestank und Schnaps und Schweiß und Teer, schwarze Fäuste, Kartenspiel, ein Fluch und dann ein Lied zur Nacht; :,: bald fährt das Schiff nach Süd im wehenden Passat. :,:
1. War einst ein kleines Segelschiffchen, war einst ein kleines Segelschiffchen, das war noch nie, nie, nie, noch nie zur See, das war noch nie, nie, nie, noch nie zur See. Ohe, ohe! Hissen müssen wir Matrosen Segel in die Höh, die Fregatte gleitet über’'n See.
2. Der Proviant nach fünf, sechs Wochen ging aus, so da, da —, daß man hungerte. Ohe, ohe!
3. Man warf das Los, um festzustellen, wen man am be-, be-, besten schlachtete, Ohe, ohe!
4. Das Los fiel auf den kleinen Moses, der hub gleich an, an, an mit Ach Und Weh. Ohe, ohe!
5. Und wie sie noch darum berieten, stieg er am Groß-, Groß-, Großmast in die Höh’. Ohe, ohe!
6. „Ich seh die Spitze von der Kirche, zu läuten fängt, fängt, fängt die Glocke an.” Ohe, ohe!
7. Und es geschah, daß unser Moses, für dieses Mal, Mal, Mal gerettet war. Ohe, ohe!
8. Und wenn das Liedchen euch gefallen, erlaubt, daß es, es, es von vorn ongeht! Ohe, ohe!
1. Wenn die bunten Fahnen wehen, geht die Fahrt wohl übers Meer, woll’n wir ferne Lande sehen, fällt der Abschied uns nicht schwer. Leuchtet die Sonne, ziehen die Wolken, klingen die Lieder weit übers Meer. -
2. Sonnenschein ist unsre Wonne, wie er lacht am lichten Tag. Doch es geht auch ohne Sonne, wenn sie mal nicht scheinen mag. Blasen die Stürme, brausen die Wellen, singen wir mit dem Sturm unser Lied.
3. Hei, die wilden Wandervögel ziehen wieder durch die Nacht, singen ihre alten Lieder, daß die Welt vom Schlaf erwacht, Kommt dann der Morgen, sind sie schon weiter über die Berge, wer weiß wohin.
4. Wo die blauen Gipfel ragen, lockt so mancher steile Pfad, immer vorwärts, ohne Zagen, bald sind wir dem Ziel genaht! Schneefelder blinken, schimmern von ferne her, Lande versinken im Wolkenmeer.
1. Wiegende Wellen auf wogender See, wallende Fluten der Gezeiten, schaukelnd hernieder und wieder zur Höh’, trägst du mein Boot im frohen Spiei. Ein frischer Wind weht uns geschwind in blaue, unbegrenzte Weiten, weht immer, immer zu, ihr Winde, mein Kanu fliegt mit euch fort zum fernen Ziel.
2. Gischtende Brandung am tückischen Riff, strudeinde Wasser mich umlavern, allen Gefahren trotzet mein Schiff, hei, wie wir fliegen durch die Flut! Ein frischer Wind...
1. Wir lagen vor Madagaskar und hatten die Pest an Bord. In den Kesseln, da faulte das Wasser, und täglich ging einer über Bord. Ahoi Kameraden, ahoi, ahoi; leb wohl kleines Mädel, leb wohl, leb wohl.
2. Wir lagen schon vierzehn Tage, kein Wind in die, Segel uns pfiff. Der Durst war die größte Plage, ‘dann liefen wir auf ein Riff. Ahoi... r
3. Der lange Hein war der Erste, er soff von dem faulen Naß. Die Pest gab ihm das Letzte und wir ihm ein Seemannsgrab. Ahoi...
1. Wir lieben die Stürme, die brausenden Wogen, der eiskalten Winde rauhes Gesicht. Wir sind schon der Meere so viele gezogen, und dennoch sank unsre Fahne nicht. :,: Heio, heio, heio, heio, heio, ho, heio-heio-o, heio-o. :,:
2. Unser Schiff gleitet stolz durch die schäumenden Wogen, es strafft der Wind unsre Segel mit Macht. Seht ihr hoch oben die Fahne sich wenden, die blutrote Fahne, ihr Seeleut, habt acht! Heio, heio, ... .
3. Wir treiben die Beute mit fliegenden Segeln, wir jagen sie weit auf das endlose Meer. Wir stürzen an Deck, und wir kämpfen wie Löwen, hei, unser der Sieg, viel Feinde, viel Ehr! Heio, heio,.... .
4. Ja, wir sind Piraten und fahren zu Meere; wir fürchten nicht Tod und den Teufel dazu; wir lachen der Feinde und aller Gefahren, am Grunde des Meeres erst finden wir Ruh. Heio, heio, ....
1. Bolle reiste jüngst zu Pfingsten, nach Pankow war sein Ziel, da verlor er seinen Jüngsten ganz plötzlich im Gewühl. ‘Ne volle halbe Stunde hat er nach ihm gespürt, :,: aber dennoch hat sich Bolle ganz köstlich amüsiert. :,:
2. Zu Pankow gab’s kein Essen, zu Pankow gab’s kein Bier, war alles aufgefressen von fremden Leuten hier. Nicht mal ‘ne Butterstulle hat man ihm reserviert, :,: aber dennoch hat sich Bolle ganz köstlich amüsiert. :,:
3. Auf der Schönholzer Heide, da gab’s ’ne Keilerei. Und Bolle gar nicht feige war mittenmang dabei, hat's Messer ‘rausgerissen und fünfe massakriert, :,: aber dennoch hat sich Belle ganz köstlich amüsiert. :,:
4. Es fing schon an zu tagen, als er sein Heim erblickt, das Hemd war ohne Kragen, das Nasenbein zerknickt, das linke Auge fehlte, das rechte marmoriert, :,: aber dennoch hat sich Bolle ganz köstlich amüsiert. :,:
5. Zu Hause angekommen, da ging’s ihm aber schlecht, da hat ihn seine Olle ganz mörderisch verdrescht, 'ne volle halbe Stunde hat sie auf ihm poliert, :,: aber dennoch hat sich Bolle ganz köstlich amüsiert. :;,:
1. Das Nilpferd aus dem Mohrenreich, das Nilpferd hat den Schnupfen. Es trägt ein Kopftuch warm und weich, ein Tuch mit roten Tupfen. Es rührt sich nicht und regt sich nicht und liegt betrübt im Grase, Nicht wahr, das ist auch gar nicht fein! Was muß das für ein Schnupfen sein bei so’ner großen Nase.
2. Die Nilpferdmama, tiefbesorgt, zum ‘Doktor ist gekrochen, der hat das kranke Nilpferd gleich beschnuppert und berochen. Es seufzt gar sehr, es stöhnt gar schwer, liegt heulend in dem Grase, da kullern bald der Tropfen viel hinunter in den breiten Nil aus Aug und Maul und Nase.
3. Die dicke Flasche hat der Arzt geholt und dann gesprochen: „Wird hier nicht bald etwas getan, dann dauert’s noch zwei Wochen. Doch nimmst du ein den roten Wein aus diesem grünen Glase, dann währt es nur noch vierzehn Tag’ und aus ist's mit der bösen Plag in deiner großen Nase.”
1. Der alte Burggraf war ein Schuft, er stand in schweren Sünden, daß er in seiner Väter Gruft nicht Ruhe konnte finden.
2. Er spukte nachts im Schloß umher in all und jenen Ecken, daß Herrschaft und selbst Diener gar schier umkamen vor Schrecken.
3. Da hat sich einer aufgemacht, ein Jüngling keck und munter, und stieg beherzt um Mitternacht ins Burgverlies hinunter.
4. Dort stellt er einen Spucknapf hin, da endete das Grausen, von nun an spuckt der Burggraf „drin“ und „spukte” nicht mehr draußen.
1. Der Globus quietscht und eiert, der Rost sitzt überall, Bald ist er ausgeleiert, der alte Erdenball. Doch wir, wir woll‘n ihn schmieren, wer wäre nicht dafür? Und’s dann noch mal probieren! Ja, singt eins, zwei, drei, vier: Wir haben immer, immer gute Laune, ja, Junge staune, ja, Junge staune! Wir lachen jeden Griesgram. can, bis daß er wieder, wieder lachen kann und singen wie ein wilder Wirbel-WirbelWind, was wir für tolle, tolle Kerle sind. (Pfiff.)
2. Ein Frosch sprang in den Kübel und schwamm in Vollmilch rum und fand es gar nicht übel, planscht Milch in Butter um. Hinaus, dann frisch gefettet, sprang unser liebes Tier, und schrie: „Ich bin gerettet!” und sang eins, zwei, drei, vier: Wir haben immer . ...
1. Die Affen rasen durch den Wald, der eine macht den andren kalt. Die ganze Affenbande brüllt: :,: „Wo ist die Kokosnuß, wo ist die Kokosnuß, wer hat die Kokosnuß geklaut?” ;,:
2. Die Affenmama sitzt am Fluß und angelt nach der Kokosnuß. Die ganze Affenbande ...
3. Der Affenonkel, welch ein Graus, reißt alle Urwaldbäume aus. Die ganze Affenbande .. “
4. Die Affeniante kommt von fern, sie ißt die Kokosnuß so gern. Die ganze Affenbande ...
5. Der Affenmilchmann, dieser Knilch, der wartet auf die Kokosmilch. Die ganze Affenbande .. .
6. Das Affenbaby voll Genuß hält in der Hand die Kokosnuß. Die ganze Affenbande brüllt: „Da ist die Kokosnuß .... , es hat die Kokosnuß geklaut!”
7. Die Affenoma schreit: „Hurra! Die Kokosnuß ist wieder da!” Die ganze Affenbande brüllt: „Da ist die Kokosnuß . . . es hat ...
8. Und die Moral von der Geschicht: Klaut keine Kokosnüsse nicht, weil sonst die ganze Bande brüllt! „wo ist...
1. Die Leineweber haben eine saubere Zunft, harum di scharum di schrumm, schrumm, schrumm. Mittfasten halten sie Zusammenkunft, harum di scharum di schrumm, schrumm, schrumm. Aschegraue, dunkelblaue, schrumm, schrumm, schrumm, mir ein Viertel, dir ein Viertel, schrumm schrumm, schrumm. :,: Fein oder grob, gefresse wern se doch mit der Juile, mit_der Spulle, mit der schrumm, schrumm, schrumm. :,:
2. Die Leineweber nehmen keinen Lehrjungen an, der nicht sechs Wochen fasten kann.
3. Die Leineweber schlachten alle Jahr zwei Schwein, das eine ist gestohlen, und das andre ist nicht sein.
4. Die Leineweber haben ein Schifflein klein, da setzen sie die Wanzen und die Flöhe hinein.
5. Die Leineweber machen eine saubere Musik, wie wenn zwölf Müllerwagen fahren über die Brück‘.
1. Durch die Wüste zieht Karawan'. Wirft ein Affe mit ‘ner Banan’ :,: Sum gali, gali, gali, sum gali, gali. :,: usw.
2. Trifft Kamel genau auf die Nas’. Dies geschah bei einer Oas’.
3. Hadschi Halef klettert darauf, wie der Blitz den Palmenbaum 'nauf.
4. „Hab’ ich endlich dich erwischt, du gemeines A-affenbiescht!”
5. Doch der Affe war gar .nicht faul, stopft Banane Hadschi ins Maul.
6. Worauf dieser schnell wie der Blitz in dem Sand üuf dem Hinterteil sitzt.
1. Ein Mann fuhr ins Chinesenland mit dreizehn Koffern in der Hand und vor der Reise wird im bang nach Tschinglibunglitangliwang.
2. Damit er käme schneilstens fort, stieg er an einer Den Bord, der Name stand am Bug entlang, hieß TschinglibungHitangliwang.
3. Der Kapitän Chinese war, trug in ‘nem Zopf sein schwarzes Hoaor, sein Name, der war ziemlich lang: Yeng Tschinglibunglitangliwang.
4. Das Schiff sticht in die See hinaus, der Mann seufzt: O, wär ich zu Haus! Geht an der Reling müd entlang der Tschinglibunglitangliwang.
5. Am dritten Tag ist Land in Sicht, doch ist es China leider nicht, und unsern Mann treibt doch ein Drang nach Tschinglibunglitangliwang.
6. Am neunten Tage, morgens früh, da schrie der Schiffsmaat (fragt nicht, wie!) „Hier Endstation!” sein Rufen klang, „hier Tschinglibunglitangliwang.
7. Der gute Mann stieg an das Land, wonach er eine Rikscha fand, die ihn mit seinen Koffern schwaong nach TschinglibungIitangliwang.
8. Und diese wunderschöne Stadt nur einen einz’gen Gasthof hat, der hieß — so stehts am Schild ganz lang: „Zum Tschingtibunglitangliwang.
9. Und weil den Mann der Hunger plagt, den Kellner nach der Kart‘ er fragt. Der spricht: „Hier gibts nur einen Gang, nur Tschinglibunglitangliwang.”
10. Auf solche Speise wards ihm schlecht, doch dies geschah dem Manne recht, warum aß in- des Hungers Drang er Tschinglibunglitangliwang?
11. Dann legte er sich in das Bett und fand dies sehr apart und nett, denn ringsherum war ein Behang aus Tschinglibung!itangliwang.
12. Doch als die Uhr schlug Mitternacht, da hat die Treppe leis gekracht; ein Räuber schlich den Gang entlang im Tschinglibunglitangliwann.
13. Dringt in des Mannes Zimmer ein, erdolcht ihn kühn am linken Bein, wobei in As-Dur leis er sang: „O Tschinglibunglitongliwang.”
14. Der Mann liegt nun in seinem Blut und so was endet selten gut, der Räuber bald am Galgen hang in Tschinglibunglitangliwang.
15. Und die Moral von der Geschicht: Fahr mit dem Schiff nach China nicht und folge niemals innrem Drang nach Tschinglibunglitangliwang.
1. Ein Storch spazierte einst am Teiche, da fand er eine blinde Schleiche. Er sprach: „Das ist ja wunderbar”, und fraß sie auf mit Haut und Haar.
2. Die Schleiche lag in seinem Magen, das konnten beide nicht vertragen. Da sprach die blinde Schleich: „O Graus!” und ging zur Hintertür hinaus.
3. Der Storch sah solches mit Verdruß, daß so was ihm passieren muß. Drum fraß er ohne lange Wahl den Schleichenwurm zum zweiten Mal.
4. Drauf stemmt er lächelnd mit Verstand die Hintertüre an die Wand und sprach nach innen zu der Schleich: „Na, bitte, wenn du kannst, entweich!”
5. Da tät mit List die schlauve Schleichen zur Vordertür hinaus entweichen; doch fraß der Storch ohn lange Wahl den Schleichenwurm zum dritten Mal.
6. Und bracht in sinniger Erfindung die beiden Türen in Verbindung und sprach zur blinden Schleich hinein: „Nun richt dich für ‘ne Rundreis’ ein!”
1. Es lebt der Eisbär in Sibirien, es lebt in Afrika das Gnu, es lebt der Säufer in Delirien, in meinem Herzen lebst nur dua-ua-va-vau, in meinem Herzen lebst nur du!
2. Es schwimmt im Meere die Blondine, die Badefrau, die sieht ihr zu, es schwimmt im Ole die Sardine, in meinem Herzen schwimmst nur du!
3. Es knickt der Sturm die starke Kiefer, es knickt das Gras die bunte Kuh, es knickt die Magd das Ungeziefer, mein armes Herze knickst nur du!
4. Es sitzt der Kutscher auf dem Bocke, der Wilde sitzt in dem Kanu, es sitzt die Laus wohl an der Locke, in meinem Herzen sitzt nur du!
5. Es bricht im Glase sich der Funke, die Nacht bricht an zu kühler Ruh, es bricht ‘der Jüngling nach dem Trunke, mein armes Herze brichst nur du!
6. Es spuckt der Bäcker in die Hände, es spuckt die Köchin ins Ragout, es spuckt der Lausbub an die Wände, in meinem Herzen spukst nur du!
7. Es haut der Förster seine Föhren, es haut die Magd die Türe zu, es haut der Lehrer seine Gören, in meinem Herzen haust nur du!
8. Aus Eimern säuft des Esels Stute, der Säufer säuft ohn Rast und Ruh, der Jüngling säuft im Übermute, in meinem Herzen seufzt nur du!
9. In Polen brummt der Bär, der braune, im Walde schreit das Känguruh, der Bandwurm nagt an der Kaldaune, an meinem Herzen nagst nur du!
10. Es rußt bei Krupp der Eisenhammer, es rußt der Schornstein immerzu, es rußt der Ofen in der Kammer, in meinem Herzen ruhst nur du!
1. Es war ein kleiner Eskimo, der fiel von seinem Schlitten. Und das war schlimm, und das war so, denn er war ausgeglitten, Da schrie der kleine Eskimo ganz fürchterlich und bitter, und das war dumm, und das war so, er saß. auf einem Splitter. Hallow my little boy, come listen what | say, sit down on your popo and drink a cacao.
2. Ein kleiner Neger saß am Nil und spuckte in die Teife. Da kam ein großes Krokodil und fraß von seiner Seife. Da sprach das kleine Negerlein: „Ich will dir mal was sagen: Die Seife, die schmeckt gar nicht fein, verdirb dir nur den Magen.” Hallow my little boy, . . .
3. Ein kleiner Junge ganz allein auf einer großen Straße, der bohrte sich so gar nicht fein den Finger in die Nase. Da kam ein Schupo angewetzt und haut ihm auf die Pfoten. Da sagt der Kleine ganz entsetzt: „Ist das vielleicht verboten?” Hallow my little boy, ...
1. Heiß brennt die Aquatorsonne auf die öde Steppe nieder, nur im Krale der Ovambo singt verschmachtend seine Lieder: Kalisch kakauka sulima, kalisch kakauka sulima, kalisch kakauka, kalisch kakauka, kalisch kakauka sulima.
2. Doch vorbei ist's mit dem Singen, und im Krale wird es leer; denn schon naht mit Keulenschwingen seine Frau Ovumba her. Kalisch ...
3. „Wart’, ich will dich singen lehren!” hört man sie von ferne schimpfen. „Hole Fressen für die Gören in den Tanganjikasümpien!” Kalisch ...
4. In den Sümpfen war die Schlange, diese biß Ovambo sehr, doch Ovambo war nicht bange, und er sang sein Lied daher: Kalisch ...
5. Ach, nun hat er ausgesungen, seine Haut zog ab sein Weib, und sie fraß mit ihren Jungen seinen fetten Negerleib. Kalisch ...
1. Herr Hadubrand in Gram und Sorg, der lebt auf einer Rittersborg. Er- lebt in Gram und Sorge nur und war ein schrecklicher Barbur :,: Ein Barbur, ein 'Barbur und die Geschichte ist ganz wuhr, :,:
2. Einst traf er an ein Mägdulein und ging mit ihr Verlobung ein. Dabei war er ein finstrer Mann, den niemand richtig leiden kann. :,: Mägdulein, sei nicht dumb, laß ihn laufen, diesen Lump! :,:
3. Der Ritter hat in einer Nacht ihr ganz Vermögen umgebracht. Darauf verstieß er sie sofort, obwohl er Treue ihr geschwort. :,: Sie sofort, sie sofort, obwchl er Treue ihr geschwort. :,:
4. Das Mägdlein .weint und heulte sehr, so wie man heute weint nicht mehr. Doch drunten an dem Ritterschloß, da floß vorbei ein tiefer Floß. :,: in den Floß, in den Fioß sich das arme Mägdlein schmoß, :,:
5. Der Ritter lag in seiner Kammer gerad im allertiefsten Schlammer. Da plötzlich trat um Punkt zwölf Uhr ein riesiges Gespenst hervur. :,: Ein Gespenst, riesengroß, das war das Fräulein auf dem Schloß. :,:
6. Der Ritter zittert, und es grinst ihn an das schreckliche Gespinst. Schnell zog er über Kopf und Wanst die Bettdeck vor dem Schreckgespanst. :,: Das Gespenst, das Gespunst auf den Ritter grinst und grunzt. :,:
7. So kam der Spuk nun jede Nacht, hat an dem Ritter sich geracht. Da half nicht Geld noch Zauberkunst, stets kam und heulte das Gespunst: :,: Hadubrand, Hadubrand, pfui, pfui Teufel! — und verschwand. :,:
8. Gespensterspuk bei Nacht und Graus hält selbst ein Rittersmenn nicht aus. Drum lag er eins Tags in der Fruh maustot auf seinem Kanapu. :,: Und so ward, kaum vollbracht, furchtbarlich die Tat geracht. :,:
1. Ich bin der Doktor Eisenbart, kurier die Leut nach meiner Art. Kann machen, daß die Blinden gehn und daß die Lahmen wieder sehn.
2. Zu Potsdam operierte ich den Koch des großen Friederich. Ich schlug ihn mit dem Beil vorn Kopf, gestorben ist der arme Tropf.
3. Zu Ulm kuriert‘ ich einen Mann, doß ihm das Biut vom Beine rann. Er wollte gern gekuhpockt sein, ich impft’s ihm mit dem Bratspieß ein.
4. Des Küsters Sohn in Dideldum, dem gab ich zehn Pfund Opium, drauf schlief er Jahre, Tag und Nacht, und ist bis heut nicht aufgewacht.
5. Es hat ein Mann in Langensalz ‘nen zentnerschweren Kropf am Hals, den schnürt ich mit dem Waschseil zu, probatum est: — nun hat er Ruh.
6. Zu Wien kuriert ich einen Mann, der hatte einen hohlen Zahn. Ich schoß ihn aus mit der Pistol, dem Mann, dem ist jetzt immer wohl.
7. Das ist die Art, wie ich kurier, sie ist erprobt, ich bürg dafür! Daß jedes Mittel Wirkung tut, schwör ich bei meinem Doktorhut!
1. Ik jag der Bär, Ik jag der Wolt, ik ’ab gejag der Ratt‘, letzt! Woch ik nehmen mik mein‘ Ax’ für jag der Skunk-pol-cat.
2. Mon ami Jacques mich ’at gesag, das gäb ein guter Fell und gäb auch guter Fleisch für ess’, 0, c’est tres bon, c’est well.
3. Auf einmal seh Skunk sitz’ auf Baum ganz nah, ik bleiben stehn, ’eb ’och der Ax’ und denk ah bon! Skunk ‘at mir nix gesehn.
4. Sacre, da krieg ik wat in Aug’, verdammt, dat brenn‘ und stunk! Ik nix kann sehn, o nom d’une pipe! Dat war verdammte Skunkl
5. Mein’ Frau, die ’etz auf mik der ’und, will laß mir nix geh’ rein. „Du nix in Bett, du stink viel groß, du slaf in Stall bei Swein!”
6. Ik kletter in der Sweinestall, sacre, what do you denk? Verdammte Swein will nix versteh‘, reiß aus vor die Gestänk!
7. Ik jag der Bär, ik jag der Wolf, ik ‘ab gejag der Ratt‘, nix wieder ik wer‘ geh‘ un’ jag verdammter Skunk-pol-cat!
1. In dem dunklen Wald von Paganowo lebte einst ein wilder Räubersmonn. :,: Und er war der Schrecken aller Guten, weil er viel Böses hatte schon getan. ;,:
2. Doch da kam der lange Leutnant Nagel, und er sprach: „Ich faß ihn mir beim Bart!” :,: Und er hatt‘ eine wilde Schar von Häschern um sich herum geschart zu kühner Tat. :,:
3. In den dunklen Wald von Paganowo brach er ein bei Tag und auch bei Nacht, :,: bis er dann den frechen Räuberburschen eines Tags zur Strecke hat gebracht, :,:
4. Und der Räuber, ja, der trug ein Holzbein, war ein richtiger Mörder auch sogar. :,: Und er mußt sich selbst die Grube graben, was seine letzte Räuberhandlung war. :,:
5. Tot liegt nun im Wald von Paganowo der verfluchte wüste Mörderhund; :,: und das Lied vom langen Leutnant Nagel geht nun in Rußland um von Mund zu Mund. :,:
1. In dem schönen Land Chinesien lebte einst ein holdes Wesien, und der Großmogul von Tiabet hat sich gleich in sie verliabet. :,: Un mei quoni, moni, toni, moni, was mi on quai qui, on quai qua. :,: :,: O, Nicodemo tschermo, tschermo wutschan wo, :,: (gesprochen:) :,: tsching, tschang, :,! wutschkalli, watschki, jang, jang, kille, kille wutschan wo, kille wo, kille wo, kille wutschan, wutschan wo. (gesungen:) ;,: Tschi jang, jang kille, kille wutschangwo, wutschangwo, wutschangwo :,:
2. Und er nahm sie dann zur Fraue, ihre Augen waren blaue. Als sie war nun seine Fraue, schlug er sie gleich grün und blaue. Un mei quoni,.. ...
3. Dieser war ein grimmger Ferschte, Kinder fraß er wie die Werschte. Fraß sie auf mit einem Happs, gleich als wär's Kartoffelpapps. Un mei quoni,.. . .
4. Als ein Sohn ihm war geboren, nahm er ihn gleich bei den Ohren. Fraß ihn auf mit einem Schwapp, wie ein Röllchen Kautabak. Un mei quoni, .....
5. Und das hat sie sehr verdrossen, seinen Tod hat sie beschlossen. Mit der Scher‘ ihm durch die Nas’, und krepieret war das Aas. Un mei quoni,.. . . 6: Von der Geschichte die Morale: Werde nie ein Kannibale, daß du nicht wie dieser Ferscht, durch die Nas’ gestochen werscht. Un mei quoni, .....
1. In einen Harung jung und schlank, - zwo, drei, vier, ßtata, tirallala, - der auf dem Meeresgrunde schwamm,zwo, drei, vier, ßtata, tirallala,-verliebte sich, o Wunder, eine Fiunder, eine Flunder, verliebte sich, o Wunder, eine Flunder.
2. Der Harung sprach: „Du bist verrückt, du bist mir viel zu platt gedrückt. Rutsch mir den Buckel runter, du olle Flunder!”
3. Da stieß die Flunder auf den Grund, wo sie ’nen goldnen Rubel fund, ein Goldstück von zehn Rubel, o Jubel.
4. Da war die olle Schrulle reich, da nahm der Harung sie sogleich; denn $o ein alter Harung, der hat Erfahrung.
5. Und die Moral von der Geschicht? Verlieb dich in ’nen Harung nicht; denn so ein alter Harung, der hat Erfahrung.
1. Kennt ji all dat nije Leid, nije Leid, nije Leid, wat de ganze Stadtal weit von Herrn Pastur sin Kau? Sing man tau, sing man tau von Herrn Pastur sin Kav, jau, jau, sing man tau,. sing man tau von Herrn Pastur sin Kau.
2. Ostern wör se dick un drall, Pfingsten leit se dot: in’n Stall uns Herrn Pasiur sin Kau.
3. As se wör in Stücken sneden, het dat ganze Dörp wat kıegen von Herrn Pastur sin Kau.
4. Jochen Stief, der Tränsuldat, kreig en Putt voll Mulsalat von Herrn Pastur sin Kau.
5. Und der Küster Dümmelank kreig den Stert as Glockenstrang von Herrn Pastur sin Kau.
6. Un de olle Stadtkapeil kreig en nijes Trommelfell von Herrn Pastur sin Kau.
7. Un uns nije Feuerwehr kreig en Putt voll Wagensmeer von Herrn Pastur sin Kau.
8. Sleswig-Holstein, meerümsiungen handelt jetzt mit Ossentungen von Herrn Pastur sin Kau.
9. De Meckelbörger leit’t nit slapen, sei sett'n den Koop int Lanneswopen von Herrn Pastur sin Kau.
10. Un dat Lied vom Ende war, dat de Kau en Ochse war, uns Herrn Pastur sin Kau.
1. O hängt ihn auf! O hängt ihn auf! O hängt ihn auf den Kranz von Lorbeerbeeren! Ihn, unsern Fürst, ihn, unsern Fürst, ihn, unsern Fürst, den wollen wir verehren. O hängt ihn auf, ihn, unsern Fürst, o hängt ihn auf, ihn, unsern Fürst, ihn, unsern Fürst den wollen wir verehren.
2. Du bist ein vieh —, du bist ein vielgeliebter Fürst auf Erden, O du müßt hund —, o du müßt hundert Jahre alt noch werden.
3. Es ehr’n dich Schwein —, es ehr’n dich Schweinfurts starke Bürgerwehren. Ein riesen Ros —, ein Riesenrosenstrauß wir dir verehren.
4. O wie gemein —, 0 wie gemeinsam unsre Herzen schlagen, siehst du heut aus —, siehst du heut aus den Worten, die wir sagen.
5. O wie es riecht —, o wie es riecht nach deinem Ruhm im Lande. Aus deinem Mund —, aus deinem Mund kam nie ein Wort der Schande.
6. O wie es glänzt —, o wie es glänzt in deinen goldnen Haaren. Vor Speck und Dreck —, vor Speck und Dreck so!l man dich stets bewahren.
7. Du hast ‘nen Flo —, du hast 'nen Florentiner Hut auf'm Kopfe. Auf deiner Brust —, auf deiner Brust prangt mancher Stern am Knopfe.
1. Sabinchen war ein Frauenzimmer, gar hold und tugendhaft. Sie lebte treu und redlich immer bei ihrer Dienstherrschaft.
2. Da kam aus Treuenbrietzen ein junger Mann daher, der wollte gerne Sabinchen besitzen und war ein Schuhmacher.
3. Sein Geld hat er versoffen in Schnaps und auch in Bier. da kam er zu Sabinchen geloffen und wollte welches von ihr.
4. Sie konnte ihm keins geben, da stahl er auf der Steil von ihrer guten Dienstherrschaft sechs silberne Blechlöffei.
5. Jedoch nach achtzehn Wochen, da kam der Diebstahl raus. Da jagte man mit Schimpf und Schande Sabinchen aus dem Haus.
6. Sie rief: „Verfluchter Schuster, du rabenschwarzer Hund!” Da nahm er sein Rasiermesser und schnitt ihr ab den Schlund.
7. Das Blut zum Himmel spritzte, Sabinchen fiel gleich um. Der böse Schuster aus Treuenbrietzen, der stand um ihr herum,
8. In einem dunklen Keller, bei Wasser und bei Brot, da hat er endlich eingestanden die grausige Moritat.
9. Und der Moral von die Geschichte: Trau keinem Schuster nicht! Der Krug, der geht so lange zu Wasser, bis daß der Henkel bricht.
1. Schön Ist ein Zylinderhut, jupheidi, jupheida, wenn man ihn besitzen tut, jupheidi, heida; doch von ganz besondrer Güte sind stets zwei Zylinderhüte, jupheidi, jupheida, jvpheidi viderallala, jupheidi, jupheida, jupheidi, heida.
2. Hat man der Zylinder drei, hat man einen mehr als zwei; vier Zylinder, das sind grad zwei Zylinder zum Quadrat, jupheidi...
3. Fünf Zylinder sind genau für drei Kinder, Mann und Frau; sechs Zylinder, das ist toll, mach’n das halbe Dutzend voll, jupheidi ...
4. Sieben Zylinder sind genug für ‘nen kleinen Leichenzug, hat man der Zylinder acht, wird der Pastor auch bedacht, jupheidi ...
5. Hat man der Zylinder neun, kriegt der Küster auch noch ein’; zehn Zylinder sind bequem für das Dezimalsystem, jupheidi ...
6. Elf Zylinder, o wie fein, sind zwölf Zylinder minus ein’; zwölf Zylinder, o wie schön, würden den Aposteln stehn, jupheidi ...
1. Sind wir nicht die Musikanten, komm’n wir nicht aus Schwabenland? Sind wir nicht die Vielgenannten, ın der ganzen Welt bekannt? :,: Ei, da, tschingda, tschingda, tschingda, täteräö, täterä, tätera. :,:
2. Bei der Kais’rin Josephine hab’n wir auch Musik gemacht; der eine blies die Vigeline, der andre spielt den Stiefelschaft. Ei da...
3. Bei der Glöcknerin von Kreutine hab’n wir auch Musik gemacht; da haben uns die dicke Min» und der Hausknecht ausgelacht. Ei da...
4. Und zu Leipzig auf. der Messe hab’n wir auch Musik gemacht. Da hab‘’n uns die Herrn Studiosen akademisch rausgebracht. Ei da...
5. Lorbeerkränze war’n zu teuer, Eichenlaub gab man uns nicht; man warf uns mit faulen Eiern und Tomaten ins Gesicht. Ei da ...
6. Und der Oberbürgermeister sperrt uns ein bis morgens früh, zählt uns dann mit seinem Tröster fünfundzwanzig auf die Galerie. Ei da...
1. Staubbedeckt sind die Sandalen und die Kürbisflaschen leer. Aus dem Lande der Bengalen kommen wir als Pilger her. Salem aleikum, Gummi arabikum, o Mekka und Medina, Zeiß Ikon und Retina.
2. Einstmals noch auf stolzen Rossen ziehn wir jetzt zu Fuß herbei, und wir singen unverdrossen monoton die Litanei: Salem ...
1. Tief im Böhmerwalde haust ‘ne Räuberbande, und die Räuberbande, die sein wir. U — a — h —
2. Auf der langen Chaussee steht ‘ne Staatskarosse, da wird reingeschossen, daß es schaurig, schaurig, schaurig widerhallt. U — a — h —
3. Dann wird Blut gerühret und aufs Brot geschmieret, und den Rest, den stell’n wir kalt im finstern Wald. U — a — h —
1. Und jetzt gang i an Peters Brünnele, und da trink i an Wein, und da hör i an Kukku aus der Moosbuden schrein. Holladi holleradihia hollera — Kuckuck, holleradihia — hollera — Kuckuck, holleradihia — hollera‘ — Kuckuck, holleradihiaho.
2. Zwischen Kassel und Bebra, ja, da liegt ein Tunnel; wenn mon reinfährt, wird’s dunkel, wenn man rauskommt, wird's hell. Hollodi . ...
3. Und ich stand auf der Brücke, und ich spuckt‘ in den Kahn; jo, da freut sich die Spucke, daß sie Kahn fahren kann. Holladi ...
4. Und ich stand in dem Kahne, und ich spuckt auf die Brück‘; je, da mußt ich schnell fahren, denn die Spuck’ kam zu’ück. Holladi ...
5. Und der Fritz in der Schule schrieb im Aufsatz ’ne „vier”; und da spielte sein Vater auf dem Südpol Klavier, Holladi . . .
6. Und weil Frankfurt so groß ist, darum teilt man es ein, wohl in Frankfurt an der Oder und in Frankfurt am Main. Holladi ...
7. Vieh erkennt man am Brüllen und die Jungen am Lied; soll man dich nicht verwechseln, so sing klar und schön mit. Holladi ...
1. War einmal ein Bumerang, war-ein weniges zu lang. Bumerang flog ein Stück, aber kam nicht mehr zurück. Publikum noch stundenlang wartete auf Bumerang.
2. War einmal ein Musikant, kam daher aus Schwabenland. Seine Geige aber war leider aller Saiten bar. Publikum — total verrückt — wartet heut noch auf Musik.
3. War einmal ein Omnibus, auf den man lange warten muß. Publikum war sehr verdrießlich, daher endlich kam er schließlich. Doch wenn man wo schnell hin muß, geht man lieber gleich zu Fuß.
4. War nochmal ein Musikant, ebenfalls aus Schwabenland. Dieser wollt Trompete blasen, hat Mundstück zu Haus geiassen. Publikum diesmal entgeistert — fühlte sich bescheibenkleistert.
1. Wir wollten mal auf Großfahrt gehn bis an das End der Welt. Das fanden wir romantisch schön, mit Kochgeschirr und Zelt. :,: Heijo! Wir sind nun einmal so. Gehn auf große Fahrt zum Nordpol und nach Mexiko so recht nach Lausbubenart. :,:
2. Quer durch die Wüste ritten wir auf einem Elefant. Das war ein selten zahmes Tier, es fraß uns aus der Hand. Heijo ...
3. Wir gingen aus auf Eisbärfang bei metertiefem Schnee und aßen später jahrelang nur Eisbär in Gelee. Heijo ...
4. Wir trafen auch Old Shatterhand und Winnetou dabei, die saßen nachts beim Feuerbrand und lasen aus Karl May. Heijo ...
5. Wir kamen bis ans End der Welt an einen Bretterzaun und schlugen auf das Großfahrtzelt bei einem Lorbeerbaum. Heijo ...
6. Da sahen wir Kolumbus stehn am Zaun am End der Welt, der riet uns, wieder heimzugehn, trotz Kochgeschirr und Zelt. Heijo ...
1. :,: Wo mag denn nur mein Christian sein, in Hamburg oder Bremen? :,: :,: Schau ich mir seine Stube an, so denk ich an mein Christian. :,:
2. :,: In seiner Stube, da hängt ein Holz, damit hat er gedroschen. :,: :,: Schau ich mir diesen Flegel an, so denk ich an mein Christian. :,:
3. :,: Auf unserem Hof, da steht ein Klotz, darauf hat er gesessen. :,: :,: Schau ich mir diesen Hauklotz an, so denk ich an mein Christian. :,:
4. :,: In unserm Stalle, da steht ein Ochs, den hat er selbst gemolken. :,: Höre ich dieses Rindvieh schrein, so fällt mir gleich mein Christian ein. :,:
5. :,: Der Esel, der den Milchkarrn zog, den hat er selbst geführet. :,: :,: Höre ich diesen Esel schrein, so fällt mir gleich mein Christian ein. :,:
1. Zu Ingolstadt, wohl auf der Höhe, da sprang ein Frosch vom Wasser in die Höhe. Er lupft die Beine, voll Lust und Freude und sprang vom Wasser, Wasser an das Land. :,: Quadi - wick - wack - wick - wack - wick - wack quadi - wach - wach - waah :,: :,: Quadi - wick - wack - wick wack - wick - wack - quadi - wick - wack - wick - wack - wick wack - guadi - wick - wack. - wick - wack - wick - wack quadiwooo :,:
2. Der Herr Pastor, der ißt die Frösch so gerne, er läßt sie komm’n aus weiter, weiter Ferne, reißt aus die‘ Beine, voll Lust und Freude, und frißt sie auf mitsamt der sauren Soß. Quadi...
3. Nun ist der Frosch und seine Frau gestorben, der Herr Pastor hat sich den Bauch verdorben, nun ruhn sie beide, voll Lust und, Freude in unserm Herrn Pastor sei'm dicken Bauch Quadi ...
1. Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade darum, daß nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade; ein Wohlgefalln Gott an uns hat, nun ist groß Fried ohn Unterlaß, all Fehd hat nun ein Ende.
1. Auf, auf, ihr Männer, steht bereit! Wach auf, du Königsheer! Du dienst dem Herrn der Herrlichkeit, dem Gott das letzte Reich verleiht, ob seine Feind auch toben sehr.
2. Du Kriegsmann Christi, rüste dich! Dein Ehr und Schild sei blank! Dein Herr für dich am Kreuz verblich, daß Er dich rette ewiglich. Weih’ ihm das Leben drum zum Dank!
3. Sein Wort läßt er erschallen frei, daran auch du dich halt, daß überall ein Fähnlein sei, die sich zu Seiner Lieb’ und Treu’ wollen bekennen mannigfalt!
4. Das Schwert des Geistes nehmt zur Hand, des Fleisches Trug zerschlagt! Die falschen Götzen sind nur Tand und müssen fallen rings im Land, Im Namen Gottes sei’s gewagt!
5. O Herr, nimm unser gnädig wahr! Zum: Sieg die Deinen führ! Dein Kirch zum letzten Tag aufspar, da wir’s erfahren offenbar: Du bist der König für und für.
1. Auf, denn die Nacht wird kommen, auf mit dem jungen Tag! Wirket am frühen Morgen, eh’s zu spät sein mag! Wirket im Licht der Sonnen, fanget beizeiten an! Auf, denn die Nacht wird kommen, da man nicht mehr kann!
2. Auf, denn die Nacht wird kommen, auf, wenn es Mittag ist! Weihet die besten Kräfte dem Herrn Jesus Christ! Wirket mit Ernst, ihr Frommen, gebt alles andre dran! Auf, denn die Nacht wird kommen, da man nicht mehr kann!
3. Auf, denn die Nacht wird kommen, auf, wenn die Sonne weicht! Auf, wenn der Abend mahnet, wenn der Tag entfleucht! Auf, bis zum letzten Zuge, wendet nur Fleiß daran! Auf, denn die Nacht wird kommen, da man nicht mehr kann!
1. Auf, Kameraden, tapfer geschlagen! Unsere Fahne wehet noch. Auf, Kameraden, nur nicht verzagen! Uns bleibt der Sieg ja doch. Wir sind des größten Königs Heer trotz Schmach und Schand und Not, wenn auch der Kampf unendlich schwer, getreu bis in den Tod!
2. Vorwärts, ihr Jungen! Ehrlich gerungen, wenn auch die Welt den Kampf verlacht! Vorwärts, ihr Jungen! Lieder gesungen, dem, der uns freigemacht! Wir sind des größten Königs Heer...
3. Heiße Gebete schließen die Kette über das weite deutsche Land. Heiße Gebete, daß uns errette, der uns von Gott gesandt. Wir sind ...
1. Auf und macht das Banner licht! Ob das Wetter niederbricht, frisch hinausgeschritten! Denn wir bleiben immerdar Christi junge Kämpferschar. Er in unsrer Mitten.
2. Wären wir des Wegs allein, müßten wir verloren sein. Feind steht aller Enden. Doch mit unserm Herren Christ sich kein Fürst noch Feldherr mißt, Er wird Sieg uns senden.
3. Allen Menschen sagen wir, sufen es in Tor und Tür, daß wit ınm gehören, daß die Welt sıch selbst zerstört, wenn sie Seiner Botschaft wehrt, statt Ihn recht zu ehren,
4. Auf und setzt das Letzte dran! Unser Banner singt voran, hell und unbezwungen. Wo wir ziehn, wo wir gestellt, sei dem Herrn in aller Welt unser Lied gesungen.
1. Brausend zog der Freude Strom durch Leib und Seel. Herr, in Freud und Leide Dir ich mich befehl. Ob der Leib auch müde, sol! voll Jugendglühn doch das Herz im Liede aufwärts zu Dir ziehn.
2. Laß ein Mann mich werden, der voll Zucht und Art, stark und rein auf Erden Seei und Leib bewahrt! Laß ein Mann mich werden, immer jugendiich, weil die Kraft der Erden ist geweiht durch Dich!
3. Laß ein Mann mich werden, der durch Kampf und Streit, Lust und Not der Erden dringt zur Ewigkeit! Froh leg ich mich nieder, und im Morgenrot füll aufs neu die Glieder, Du, mit Kraft, 0 Gott!
1. Danket dem Herrn! Wir danken dem Herrn, denn Er ist freundlich, und Seiıre Güte währet ewiglich, :,: sie währet ewiglich. :,:
2. Lobet den Herrn! Ja, lobe den Herrn, auch meine Seele; vergiß es nie, was Er dir Guts getan, :,: was Er dir Guts getan. :,:
3. Sein ist die Macht! Allmächtig ist Gott; Sein Tun ist weise, und Seine Huld wird jeden Morgen neu, :,: wird jeden Morgen neu. ;,:
4. Groß ist der Herr! Ja, groß ist der Herr, Sein Nam’ ist heilig, und alle Welt ist Seiner Ehre voll, :,: ist Seiner Ehre voll :,:
5. Anbetung ihm! Anbetung dem Herrn! Mit hoher Ehrfurcht werd’ auch von uns Sein Name stets genannt, :,: Sein Name stets genannt. :,:
6. Singet dem Herrn! Lobsinget dem Herrn in frohen Chören! Denn Er vernimmt auch unsern Lobgesong, :,: auch unsern Lobgesang. :,:
1. Das Reich ist Dein, Herr Jesu Christ, das Reich, um das wir flehn, und wenn Du, Herr, nicht bei uns bist, kann es nicht vorwärts gehn. So tritt in unsre schwachen Reihn und laß uns Deine Helfer sein; reiß uns aus Welt und Schuld und Not, sei Du, Herr, unser täglich Brot, in Not und Tod sei unser täglich Brot!
2. Du hast in dieser armen Welt ein Fever angefacht, und Deine heilge Rechte hält noch immer drüber Wacht. So brennts und loderts da und dort trotz Wind und Wasser immerfort; o schür die Glut, daß Funken sprühn, laß auch in uns Dein Feuer glühn, laß Funken sprühn, daß unsre Herzen glühn!
3. Du trugst am Kreuz der Brüder Not, trugst Schuld für sie und Pein und zogest sie durch Deinen Tod ins neue Reich hinein. So zieht Dein heilger Brudersinn uns immerfort zum Vater hin und mahnt Dein Kreuz auf Schritt und Tritt: nimm doch auch deinen Bruder mit, auf Schritt und Tritt zu Gott den Bruder mit!
4. Heut zünden wir ein Feuer an und weihen Dir die Nacht; wir freuen uns wie Kinder dran, daß Du uns Licht gebracht, ein Licht aus unsers Vaters Welt bist Du in unsre Nacht gestellt; Dein Leben leucht wie Sonnenschein in unsre kalte Welt hinein; zieh uns hinein, in Deinen Sonnenschein!
1. Daß Jesus siegt, bleibt ewig ausgemacht; sein wird die ganze Welt. Denn alles ist nach seines Todes Nacht in seine Hand gestellt. Nachdem am Kreuz Er ausgerungen, hat Er zum Thron sich aufgeschwungen. Ja, Jesus siegt!
2. Ja, Jesus siegt! Sei’s, daß die Finsternis im Trotzen wütend schnaubt; sei’s, daß sie wähnt, mit ihrem giftgen Biß hätt‘ Ihm sie viel geraubt. Die Seinen läßt in Not und Grämen sich unser Held doch niemals nehmen. Ja, Jesus siegt!
3. Ja, Jesus siegt! Wir glauben es gewiß, und glaubend kämpfen wir. Wie Du uns führst durch alle Finsternis, wir folgen, Jesu, Dir. Denn alles muß vor Dir sich beugen, bis auch der letzte Feind wird schweigen. Ja, Jesus siegt.
1. Dein Ruf hat uns getroffen, Herr Gott in aller Welt. Zu Glaub und Lieb und Hoffen hast Du uns Dir erwählt. Liegt rings die Weit zerrissen in tausend Finsternissen, Du läßt uns tröstlich wissen, was alle Dinge trägt und hält.
2. Dein, Herr, ist alles eigen, es sei so groß, so klein, und wie sichs Dir muß beugen, birgts Deine Hand allein. O wärn wir Dein mit Freuden, Tod, Leben, Lust und Leiden müßt uns zu allen Zeiten ein Schauplatz Deiner Güte sein.
3. Laß uns des Wegs wohl achten, daß nichts uns Dir entreißt! Laß nach dem Reich uns trachten, das, Herr, Dein Wort verheißt! Wollst Deinen Geist uns senden, daß, Pflug und Fahn in Händen, wir Blick und Herz nicht wenden vom Ziel. dns Dein Hand uns weist!
4. Wollst uns durchglühn, entflammen zum Dienst jetzt in der Zeit! Bind Herz und Herz zusammen und laß uns gottbereit, was hier getrennt, verbünden; laß uns Dein Feuer zünden und aller Welt verkünden, das Reich, die Kraft, die Herrlichkeit! — Amen. —
1. Der Glaube ist ein trutzig Schiff, drin fährt sich’s gut gradaus; und ob die See auch nach uns griff, und drohten Klippen auch und Riff, wir fahren doch nach Haus.
2. O Segelsang, o Wimpelspiel in wilder Sturmesnacht! Gilt eines nur noch: Unser Ziel! Wie mancher schon im Wetter fiel, weil er an andres dacht.
3. Ob grau der Tag und Wolke zieht: Scharf drängt der Bug ins Meer. Nur Mut, was immer auch geschieht; wir fahren ja auf Gottes Güt’, und wenn’s im Ärgsten wär.
4. Und legen wir am Ufer an und ziehn das Schiff aufs Land, dann singen wir, wer singen kann, ein frohes Lied dem Steuermann, Christ, der am Ruder stand.
1. Die Fahne weht, sie lockt zum Kampf, verlacht, was feig und schwach. Was brechen will, zerbrechen mag: Kam’raden, bleibet wach!
2. Wir sind verschworen unserm Gott und seinem Sohne Christ; aus seinem Wort die Front entstand, die treu und dauernd ist.
3. Wir rufen’s in die Welt hinein, wir scheuen keine Not. Wir schreien’s in die Welt hinein: „Das Volk ohn’ Gott ist tot!”
4. Wir sind dem Heere eingereiht, verlernen träge Zeit und sind dem größten Kampf geweiht, wir bleiben auch bereit.
1. Ein Feuer hat Er entzündet, das brennen muß. Dem Herrn, der uns verbündet, gilt unser Trevegruß: Du Sonne voller Gluten, Gestirn der neuen Zeit, Du Fürst, für den wir bluten, gelobt in Ewigkeit!
2. Zum Kampf sind wir geboren, Herr Jesu Christ. Du hast uns Dir erkoren, der Du der Herzog bist. Du Sonne...
3. Du führst auf dieser Erde für uns die Schlacht. So sprich Dein mächtig Werde, bis alles Volk erwacht! Du Sonne . ,
4. Weck eine jede Seele mit Deinem Licht, und Deine Kämpfer stähle mit Glaubenszuversicht! Du Sonne ...
1. Es geht in diesen Tagen durch Gnade und Gericht, um völlig neue Fıonten, um eine klare Sicht. Die Nebel sind zerrissen, ein neuer Tag bricht an, Gott selber hält die Heerschau. Er sichtet Mann für Mann.
2. Es geht in diesen Tagen der Pflüger durch das Land, bricht manchen harten Acker, pflügt ungebrochenes Land. Es geht um letzte Dinge, es geht um Ewigkeit, es geht um deine Seele in dieser bösen Zeit.
3. Es geht um die Erkenntnis, daß du verloren bist, wenn du nicht‘ganz zu eigen dem König Jesus Christ. Und hast du dies begriffen, dann Öffne Herz und Haus, folge dem Ruf des Christus! Er ruft sein Volk heraus.
1. Es klingt ein Ruf in deutschen Gauen: Wer will ein Streiter Christi sein? Auf, Brüder, helft Sein Reich uns bauen, ihm wolln wir dieses Leben weihn! Schließet die Reihn, treu laßt uns sein! Trifft uns auch Spott, treu unserm Gott, treu unserm Gott.
2. Er, dessen Herrschaft Ewigkeiten und ungezählte Sonnen faßt, Er gab uns Ziel im Strom der Zeiten und löste unsrer Sünden Last. Schließet die Reihn, treu...
3. Laßt uns die frohe Botschaft tragen von Volk zu Volk, von Land zu Land! Wir wollen unerschrocken sagen, was unser Herz in Jesus fand. Schließet die Reihn, treu...
4. Auf, lasset uns in Werken zeigen, im Glauben, der zur Tat bereit, daß wir dem größten König eigen, daß unsre Jugend ihm geweiht! Schließet die Reihn, treu...
1. Es mag sein, daß alles fällt, daß die Burgen dieser Welt um uns her in Trümmer brechen. Halte du. den Glauben fest, daß dich Gott nicht fallen läßt: Er hält sein Versprechen.
2. Es mag sein, daß Trug und List eine Weile Meister ist; wie Gott will sind Gottes Gaben. Rechte nicht um Mein und Dein; manches Glück ist auf den Schein, laß es Weile haben!
3. Es mag sein, daß Frevel siegt, wo der Fromme niederliegt; doch nach jedem unterliegen wirst du den Gerechten sehn, lebend aus dem Feuer gehn, neue Kräfte Kriegen.
4. Es mag sein, die Welt ist alt; Missetat und Mißgestalt sind in ihr gemeine Plagen. Schau dir’s an und stehe fest: Nur wer sich nicht schrecken läßt, darf die Krone tragen.
5. Es mag sein, so soll es sein, füß ein Herz und gib dich drein; Angst und Sorge wird’s nicht wenden. Streite, du gewinnst den Streit! Deine Zeit und alle Zeit stehn in Gottes Händen!
1. Gott ruft nach einer Jugend in sturmbewegter Zeit, die sich zu Gottes Streitern mit Leib und Seele weiht, doch nicht mit eignem Wollen des Wesens Kräfte regt: Gott ruft nach einer Jugend, von Gottes Geist bewegt.
2. Gott ruft nach einer Jugend, die für den Heiland. brennt, die nicht nur mit den Lippen ihn Herr und Meister nennt, nein, die in stiller Treue ihn fest im Herzen trägt: Gott ruft nach einer Jugend, von Gottes Geist bewegt.
3. Gott ruft nach einer Jugend, die nur nach einem fragt: „Was willst Du, daß ich tue?” und alles ist gesagt. Herr, nimm uns, Deine Jugend, die tief das Sehnen hegt: Mach uns zu einer Jugend, von Deinem Geist bewegt!
1. Herr, laß Deine Fahnen wehen einmal noch ın unserm Land, hilf uns wahrhaft auferstehen durch Dein Wort und Deine Hand! Alles, was wir selber wollen, ist verbannt zu schnellem Tod. Christus, Deine Hände sollen retten uns aus tiefster Not.
2. Sieh, wir stehen hier und beten zu Dir, König aller Welt; wollst in unsre Mitte treten als der Heiland und der Heldi Trug, Gemeinheit, allem Bösen sei der Kampf neu angesagt. Christus, komm uns zu erlösen aus der Not und aus der Nacht!
3. Lob sei Dir auch unter Tränen, Lob sei Dir, der dennoch liebt! Stille unsres Herzens Sehnen und erfreu, was noch betrübt! Laß Dein Kreuz doch leuchtend stehen mitten in der wirren Welt, siegend laß Dein Banner wehen: Christus, Heiland, Herr und Held!
1. Herr, wir stehen Hand In Hand, die Dein Hand und Ruf verband, stehn in Deinem großen Heer aller Himmel, Erd und Meer.
2. Wetter leuchten allerwärts, schenke uns das feste Herz! Deine Fahnen ziehn-voran, führ auch uns nach Deinem Plan!
3. Welten stehn um Dich im Krieg, gib uns teil an Deinem Sieg! Mitten in der Höllen Nacht. hast Du ihn am Kreuz vollbracht.
4. In die Wirrnis dieser Zeit fahre, Strahl der Ewigkeit! Zeig den Kämpfern Platz und Pfad und das Ziel der Gottesstadt!
5. Mach in unsrer kleinen Schar Herzen rein und Augen klar, Wort zur Tat und Waffen blank, Tag und Weg voll Trost und Dank!
6. Herr, wir gehen Hand in Hand, Wandrer nach dem Vaterland, laß Dein Antlitz mit uns gehn, bis wir ganz im Lichte stehn!
1. Heute will dich Jesus fragen: Bist du ganz für mich bereit? Du verlierst dich sonst im Jagen nach den Gütern dieser Zeit. Wag es mit Jesus, was deine Not auch sei, ,ı wag es mit Jesus, Er macht dich freil :,:
2. Rühmst dich deiner Kraft und Gaben, nur dich selbst bezwingst du nicht. Mut muß man bei Jesus haben, Menschenturcht führt zum Verzicht. Wag es mit Jesus...
3. Einmal fällt die Maskerade, die du vor der Welt beziehst, wenn du durch Gericht und Gnade dich im Lichte Gottes siehst. Wag es mit Jesus... .
1. Jesus Christus herrscht als König, alles wird ihm untertönig, alles legt ihm Gott zu Fuß; alier Zunge soll bekennen, Jesus sei der Herr zu nennen, dem man Ehre geben muß.
2. Fürstentümer und Gewalten, Mächte, die die Thronwacht halten, geben Ihm die Herrlichkeit; alle Herrschaft dort im Himmel, hier im irdischen Getümmel ist zu Seinem Dienst bereit.
3. Gott ist Herr, der Herr ist einer, und demselben gleichet keiner, nur der Sohn, der ist Ihm gleich, dessen Stuhl ist unumstößlich, dessen Leben unauflöslich, dessen Reich ein ewig Reich.
4. Nur in Ihm, o Wundergaben, können wir Erlösung haben, die Erlösung durch Sein Blut. Hört’s: das Leben ist erschienen, und ein ewiges Versühnen kommt in Jesus uns zugut!
1. Jesus Christus, König und Herr, Sein ist das Reich, die Kraft, die Ehr, Gilt kein andrer Namen heut und ewig. Amen.
2. In des jüngsten Tages Licht, wenn alle Welt zusammenbricht, wird zu Christi Füßen jeder bekennen müssen:
3. Wie Strophe 1
1. Keiner wird zuschanden, welcher Gottes harrt; sollt ich sein der erste, der zuschanden ward? Nein, das ist unmöglich, Du getreuer Hort! Eher fällt der Himmel, eh’ mich täuscht Dein Wort.
2. Du hast zugesaget: „Wer da bittet, nimmt. Wer da sucht, soll finden, was ihm Gott bestimmt; wer im festen Glauben mutig klopfet an, dem wird ohne Zweifel endlich aufgetan.”
3. Nun, so will ich's wagen, Herr, auf Dein Gebot, alle meine Sorgen, eign und fremde Not, all mein heimlich Grämen, alles, was mich quält, Dir ans Herz zu legen, der die Tränen zählt.
4. Du bist mein Erbarmer und mein bester Freund, meines Lebens Sonne, die mir lacht und scheint, auch in finstern Nächten und durchs Todestal mir hinüberleuchtet zu des Lammes Mahl.
1. Kreuzesfahnen sollen uns bahnen den Weg durch die finstere Nacht. Jugend, wir schreiten Seiten an Seiten, denn Christus ist unsere Macht. Christ Kyrie. Dir weihen wir Jugend und Leben, Christ Kyrie, Dir singen wir hell unser Lied,
2. Lodernde Flammen wollen uns bannen, uns lähmen die siegreiche Kraft. Schaut nicht zurücke, richtet die Blicke auf Christus, der Freiheit uns schafft! Christ Kyrie ...
3. Keiner, der weiche in Seinem Reiche, Er selbst ist Panier uns und Sieg. Keiner, der zage, jeder, der wage, zu kämpfen im heiligen Krieg. Christ Kyrie ...
1. Laßt ein neues Lied uns singen in den Tag und in die Nacht. :,: Junge, hörst du es, wir bringen Botschaft, die uns Licht gebracht. :,:
2. Jesus Christus ruft dich heute unter seine Kreuzesfahn. :,: Auf zum Kampf! Schon winkt die Beute. Junge auf! Sei unser Mann! :,:
3. Keine Halben, keine Lauen taugen zu der Ritterschaft, :,: Kreuzesritter wollen bauen Gottes Reich in Gottes Kraft. :,:
4. Froh drum unsre Lieder schallen in die dunkle Welt hinein, :,. mag sich Sturm und Wetter ballen, wird der Sieg doch unser sein. :,:
1. Leuchtend strahlt des Vaters Gnade aus dem obern Heimatland, doch uns hat Er anvertrauet Rettungslichter längs den Strand. Laßt die Küstenfeuer brennen, laßt sie leuchten weit hinaus, denn sie zeigen manchem Schiffer sicherlich den Weg nach Haus.
2. Unser Weg war fern vom Lichte, unser Herz in Schuld und Qual; doch aus Jesu Angesichte leuchtete der Liebe Strahl. Laßt ...
3. Jesus hat uns ausgesendet, wie der Vater ihn gesandt, daß die Liebe Gottes strahle, da, wo man ihn nicht gekannt. Laßt...
4. Laß dein Licht doch nicht verlöschen, sonst, vielleicht zu dieser Stund‘, weil es nicht den Hafen findet, sinkt ein Schiftlein auf den Grund, Laßt die...
1. Mein König, Dir zu singen ist meines Herzens .Freud! Dir soll die Harie klingen hier und in Ewigkeit. will Satan hart anlaufen, Dein Rüstung schützet mich. Vor Deinen lichten Haufen der Böse stets entwich.
2. Herr, sammle Deine Suharen zu Dienst und Waffengang! Trutz Not und Todgefahren! Trutz aller Angst und Bang! Ich will im Dienst verzehren mein Leben arm und schlicht. Wollst gnädig zu mir kehren Dein huldreich Angesicht!
3. Die Heerbannrufer genen, ich will nicht müßig sein ‘und nicht am Markte stehen; mein König, ziehe ein! Dir soll die Harfe klingen hier und in Ewigkeit! Mein König, Dir zu singen ist meines Herzens Freud!
1. Nun aufwärts froh den Blick gewandt und vorwärts fest den Schritt! Wir gehn an unsers Meisters Hand, und unser Herr geht mit.
2. Vergesset, wos dahinten liegt und euren Weg beschwert; was ewig euer Herz vergnügt, ist wohl des Opfers wert.
3. Und was euch noch gefangen hält, o werft es von euch ab. Begraben sei die ganze Welt für euch in Christi Grab.
4. So steigt ihr frei mit Ihm hinan zu lichten Himmelshöhn. Er uns vorauf, er bricht die Bahn; wer will Ihm widerstehn?
5. Drum aufwärts froh den Blick gewandt und vorwärts fest den Schritt! Wir gehn an unsers Meisters Hand, und unser Herr geht mit.
1. Seht, wie die Wetter sich ballen, horcht, wie uns Stürme umdrohn, und aus den Hütten und Hallen dringet der Schlachtenton. Brüder, wir stehen im Kampfe, alle für einen Mann. Unter dem Banner des Siegers schreiten wir mutig voran.
2. Nicht auf die Feinde geachtet, nur auf Jesus den Blick; denn von Verführung umnachtet blieb schon so mancher zurück. Brüder, wir...
3. Liebe, die Waffe zum Schlagen, Glaube heißt unser Schild, und in den Herzen tragen wir unseres Heilands Bild. Brüder...
1. Sieh nicht, was andre tun, der andern sind so viel, du kommst nur in ein Spiel, das nimmermehr wird ruhn. :
2. Geh einfach Gottes Pfad, laß nichts sonst Führer sein, so gehst du recht und grad, und gingst du ganz allein.
1. Sonne glänzt auf Deinen Fluren, Sterne zeichnen Deine Spuren, großer König, Jesus Christ, Alle Nebel sind zerrissen, seit wir jungen Kämpfer wissen, daß Du unser König bist.
2. Über dunkle Weltenweiten, Christus, Deine Hände breiten lauter lichte Gnade aus. Völker wandeln irr in Wüsten, für Dein Kommen, Jesus, rüsten junge Menschen Herz und Hous.
3. Wenn wir jetzt der Macht erliegen, endlich, endlich werden siegen, die Dir ganz gehorsam sind. Wenn das Eigne uns erstorben, Christ, so hast Du uns erworben, Dein zu sein als Gotteskind.
4. Einst, wie lauter Morgenröte in der Welten dunkle Nöte bricht Dein Tag voll Herrlichkeit, Dann wirst Du Dein Reich vollenden, alle Kampfesnot beenden, Herr, wir stehn für Dich bereit!
1. Unser Land für Jesus, heißt das Losungswort. Wie der Windsturm brauset, zieht der Ruf uns fort; stählet unsern Willen, treibt von Ort zu Ort: Unser Land für: Jesus, heißt das Losungswort!
2. Unsre Stadt für Jesus, bis Er Sieger ist. Auf, und laßt uns kämpfen treu für Jesus Christ. Allerorten dämpfet Satans Trug und List: Unsre Stadt für Jesus, bis Er Sieger ist!
3. Unser Haus für Jesus, Sonne überall. Durch das Dunkel dringet Seines Geistes Strahl, und von Ihm erklinget froher Lieder Schall: Unser Haus für Jesus, Sonne überall!
4. Auch mein Herz für Jesus, König, ziehe ein, meinen Willen beuge, herrsche Du allein! Darf auch ich Dein Zeuge und Dein Streiter sein? Auch mein Herz für Jesus: König, ziehe ein!
1. Weit sind die Wege und weit ist die Fahrt, Mühsal und Kampf bleibt uns nimmer erspart. Lockende Ferne uns ruft immerzu, :,: aber die letzte der Straßen, Herr, bist Du. ;,:
2. Helle Fanfaren steigen empor, hüten den Klang, daß ihn keiner verlor, hart fällt der Ruf in unsere Ruh, :,: aber der letzte der Klänge, Herr, bist Du. :,:
3. Flatternde Fahnen über uns wehn, unsre« Gesichter dem Morgen zugehn, Fahnen im Frühwind rufen uns zu, :,: aber das letzie der Banner, Herr, bist Du. :,:
4. Weit sind die Wege, weit ist die Fahrt, Mühsal und Kampf sind uns nimmer erspart. Über die Erde wir ziehn ohne Ruh, :;,. ober das Ziel aller Fahrten, Herr, bist Du. :,:
1. Wie sollen wir die Schlachten schlagen, die unausweichlich vor uns stehn, wenn wir, die Deinen Namen tragen, noch so getrennte Wege gehn?
2. Wir streiten über die Befehle und stehen mitten in der Schlacht, derweil der Feind mit stolzer Seele des leichten Sieges uns verlacht.
3. Und dennoch ist der Kampf entschieden, fest steht der Ausgang jeder Schlacht. Du hast für immer Gottes Frieden in die zerrissne Welt gebracht.
4. Du brauchst uns alle nicht zum Siegen und führst uns doch in Deinen Krieg, daß wir an unsrer Kunst erliegen und leben nur von Deinem Sieg.
5. Du, Herr, wirst selber für uns streiten, Du richtest uns und machst uns frei, daß in dem Wirrsal aller Zeiten Dein Name unsre Festung sei.
1. Wir: fahrn dahin. Wirf helles Licht, Herr Jesu Christ, auf alle Straßen hin! Auf Dich wir glaubend trauen. Beim Scheidegruß aufschauen wir nun in festem Sinn.
2. Dein Wort die Fahn! Herr Jesu Christ, Du Führer bist, der Heerfahrt Ziel und Plan. Geleit uns durch die Zeiten, und brich Du selbst beim Streiten der Botschaft freie Bahn!
3. Behüt euch Gott! Bleibt allezeit zu Kampf und Streit des Königs Aufgebot! Zum Dienst und harten Ringen schenk Gott euch sein Gelingen, speis euch mit Lebensbrot! 4.. Steht ihr allein und trifft euch Not: Der Herr ist Gott! Herr Christus, bringe heim, die treu den Kampf gesiritten, im Elend hart gelitten; leucht uns mit hellem Schein!
1. Wir fangen ein neues Streiten an, ein jeder reihe sich ein; der Herr braucht uns alle, Mann für Mann, wir wollen sein Stoßtrupp sein. :,: Wir folgen Dir nach, :;: Herr Jesus Christ! Mannhafte Jugend steht freudig im Kampf, wenn Christus der Heerführer ist.
2. Wir haben den Siegesschrei gehört der Welt und der menschlichen Mächt. Er hat uns nur unser Sehnen vermehrt, bis Christus uns Frieden gebracht. Wir folgen Dir nach,
3. Und hat auch die Welt nur Spott dem Herrn und hält sie sich stark nur allein: Wir wissen’s, die Zeit ist nicht mehr fern, da wird sie Sein eigen sein. Wir folgen Dir nach...
1. Wir haben unser Reich in die Wälder gebaut, unter Sternen stehn unsere Zelte. :,: Wir sind eine Schar, die dem Schöpfer vertraut und Christus als Führer erwählte. :,:
2. Hell lodert der Flamme verzehrende Glut, grüßt Jungen in festlicher Runde, :,: brennt heiß uns ins Herze Willen und Mut, und sagt uns vom Sinn dieser Stunde. :,:
3. Das Feuer vernichte, was schlecht und gemein, was trennt, soll die Flamme verzehren. :,: Wir werfen den Haß und die Zwietracht hinein, ihr Licht wird der Dunkelheit wehren. :,:
4. Fest schweiße die Glut unsrer Bruderschaft Band, daß einerlei Ziele wir küren, :,: schmied Herze zu Herzen und Hand zu Hand, und Christus allein soll uns führen, :,:
5. So fliege du Fahne am schwankenden Mast, wir wollen von Herzen geloben: :,: Wir alle sind Brüder; ein jeder uns Gast! Herr, gib uns den Segen von oben! ;,:
1. Wir haben uns gefunden zur frohen Jungenschaft, wir sind im Kampf verbunden, den Jesu Ruf entfacht. Wer träge ist und feige, der kann nicht unser sein; denn er taugt nicht zum Streite, dem wir uns wollen weihn.
2. Das Ziel, das wir erjagen ist uns’res Gottes Reich. Frischauf, laßt uns nicht zagen, laßt kämpfen uns zugleich! Der Herr will selbst uns führen, wir wollen Ihm vertraun. Sein‘ Macht läßt er uns spüren, Sein Herrlichkeit uns schaun.
3. Wir wollen gern absagen der Gier nach Ehr’ und Geld und in den Herzen tragen den größten Schatz der Welt: Das Wort von Gottes Lieben und Jesu Opfertod, das macht uns schon hienieden ganz unverzagt in Not.
4. Und mag man uns verspotten, uns von der Jungenschaft, wir bleiben Jesu Boten, auch wenn man uns verlacht, Wir wissen nur das eine, daß Jesus Sieger ist, Ihm folgen wir alleine, ihm, dem Herrn Jesus Christ.
1. Wir jungen Christen tragen ins dunkle deutsche Land ein Licht, den schweren Tagen als Fackel, in der Hand. Wir wollen Königsboten sein des Herren Jesu Christ, der frohen Botschaft heller Schein uns Weg und Auftrag ist.
2. Das Kreuz ist unser Zeichen, den Sieg gibt Er allein.. Hier gilt kein schwaches Weichen, Herr, schließe fest die Reihn! Wir wollen ...
3. Herr stärke uns den Glauben, sei unsrer Reinheit Schild! will sie der Teufel rauben, bewahre uns Dein Bild! Wir ...
4. Du gibst uns Kraft, zu tragen der Menschen Hohn und Spott. Wir wollen weitersagen, was endet alle Not. Wir wollen ...
5. Christ wird das Feld behalten in jener letzten Zeit. Sein Gnade möge walten auch unsre Ewigkeit. Wir wollen ...
1. Wir reichen uns die Hände, des Königs Aufgebot. Herr, wollst mit Deinem Segen Sieg uns im Kampfe geben und wenden unsre Not, und wenden unsre Not.
2. Du König .der Gemeinde im Glanz der Herrlichkeit, geh’ ein in unsre Mitten, der Du den Sieg erstritten und herrschst in Ewigkeit, und herrschst in Ewigkeit.
3. Du König unsrer Herzen, schlag Deine Zelte auf, gib uns Dein Wort zum Schilde, schaff uns nach Deinem Bilde, lenk zielwärts unsern Lauf, lenk zielwärts unsern Lauf!
4. Du König aller Erden, der Welten Herr und Gott, bau Dir Dein Reich der Gnaden, die Völker Dir zu laden zum letzten Aufgebot, zum letzten Aufgebot.
1. Wir reichen uns zum Bunde die treue Bruderhund; es ruht auf Felsengrunde die Liebe, die uns band. Ein Wort hat uns verbunden, wir tragen ein Panier: Das Wort von Jesu Wunden :,: ist unsres Bundes Zier. ;,!
2. Wir wissen, was wir glauben, ob’s auch der Welt ein Spott; wer will uns Ihn denn rauben, den treuen Herrn und Gott? Und geht’s zu hartem Streite, Er, Er ist Schild und Wehr. Er ist und bleibt noch heute :,: derselbe Gott und Herr. :,:
3. So sei der Bund beschworen, erneut in schwerer Zeit; als Wahlspruch sei erkoren: Ihm treu in Ewigkeit! Und mag die Welt zersplittern, Sein Wort nicht untergeht; der Glaube darf nicht zittern, :,: solang das Kreuz noch steht :,:
1. Wir scharen uns zusammen, die bunten Wimpel wehn, und unsre Herzen flammen. wenn wir zusammenstehn. Es liegt auf unsern Wegen der Zukunft Morgenlicht, wir gehn dem Herrn entgegen, der alle Macht zerbricht.
2. Sind klein auch unsre Scharen, wir folgen froh und gern dem Großen, Wunderbaren. Wir haben einen Herrn, der durch die Welten schreitet mit königlicher Macht, der sich sein Reich bereitet und uns das Heil gebracht.
3. Der Erde Reiche fallen, und ihre Macht vergeht, doch siegreich über allem des Kreuzes Zeichen steht. Wenn alles einst in Trümmern und Schutt zusammenfällt, wird stark und siegreich schimmern das Kreuz des Herrn der Welt.
1. Wir sind die Jungen, Herr und Gott, auf ewig Dir verschworen. Wir fürchten Teufel nicht und Spott, weil Du uns auserkoren. Wir wollen treue Jünger sein und Streiter Deiner Kriege und wollen uns dem Zeichen weihn, dem Kreuz, im Leid und Siege.
2. Nimm, Jesus Christus, unsre Hand, das Herz und nimm die Seele, und binde uns mit Deinem Band, daß uns kein Kämpfen fehle! Hilf, Herr und Gott, in aller Not sei Du mit Deinen Scharen, und laß Dein junges Aufgebot die Treue ewig wahren!
1. Wir wollen Treue halten, bis unser Werk vollbracht. Wir gehn in Einsamkeiten und bleiben Seit an Seiten :,: in Kampfesbruderschaft. :,:
2. Schließt fester noch die Reihen, daß nicht das Werk zerschellt, als Ritter dreinzuschlagen und priesterlich zu tragen :,: das ewge Kreuz der Welt, :,:
3. Herr, steig von lichter Höhe mit uns in Kampfesnot. Laß nimmer uns ermatten in grauen Abendschatten! :,: Gib Sieg in Not und Tod! :,:
1. Zum Kampf, ihr Streiterscharen, die ihr dem Herrn euch weiht, ihr werdet es erfahren: der Herr geht mit im Streit. Als Siegeszeichen halten wir stets Sein Kreuz empor; den feindlichen Gewalten entfällt der Mut davor.
2. Laßt fahren, was euch hindert, was euren Sinn betört, was euren Mut vermindert und eure Kraft zerstört, Kein Halber, Unentschlossner sei unter uns zu sehn! Stets treuer, unverdrossner laßt uns im Kampfe stehn!
3. Will auch der Feind im Streite verdoppeln seine Wut, weicht keinen Schritt zur Seite, verdoppelt euren Mui! So muß es uns gelingen. Den stärksten Feind bezwingt, das schwerste kann vollbringen, wer auf den Knien ringt.
4. Zum Kampf denn ohne Zagen! Folgt dem geliebten Herrn! Schon fängt es an zu tagen am Horizonte fern. Einst wird in Jubel enden der letzte harte Streit und Schmach und Kreuz sich wenden in ew’ge’ Herrlichkeit.
1. Zur Arbeit hat der Meister uns alle ausgesandt; ermannt die trägen Geister: auf, legt ans Werk die Hand! Und sind wir arme Knechte, die nur in Schwachheit sä’n, so hilft uns Seine Rechte, Er selbst will bei uns stehn.
2. Ist unser'Seine Stärke, Er unser :Heil und Hort, was fehlt uns dann zum Werke? Wir wirken betend fort, wir kämpfen durch den Glauben im Blick auf Jesum Christ. Nichts kann den Sieg uns rauben, weil Er der König ist.
3. Und wenn uns oft will grauen, wenn uns der Mut gebricht, so laßt uns aufwärts schauen mit heitrem Angesicht! Ist uns auch jetzt verborgen, was unser Mühen frommt, Gott wird für Frucht schon sorgen, wenn seine Stunde kommt.
181 Lieder • Generiert 03.02.2026
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